Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mädchen riskieren ihr Leben für ein Foto

Selfie im Gleisbereich

WÜRZBURG/KITZINGEN. Gestern Abend mussten zwei Polizeistreifen an der Bahnstrecke Würzburg – Nürnberg bei Kitzingen zwei Mädchen aus dem Gleisbereich zu holen. Wie sich herausstellte, hatten die 12 und 13 Jahre alten Freundinnen ihr Leben für ein Foto aufs Spiel gesetzt.

Gestern meldete die Bahn der Bundespolizei gegen 18:30 Uhr, dass sich zwei Mädchen an einer Eisenbahnbrücke bei Kitzingen aufhalten würden. In diesem Bereich fahren die Züge mit 110 km/h, bereits bei 100 km/h ist der Bremsweg eines Zuges 1000 Meter lang. Da der Aufenthalt im Gleisbereich lebensgefährlich ist, fuhren sowohl die Bundes- als auch Landespolizei mit Blaulicht zur Brücke, wo sie tatsächlich zwei Kinder bei den Gleisen sahen.

Die Beamten brachten die Freundinnen im Alter von 12 und 13 Jahren umgehend aus dem Gleisbereich. Wie sich herausstellte, hatten die Mädchen auf den Gleisen Fotos geschossen, um sie in einem sozialen Netzwerk zu veröffentlichen.

Die Beamten benachrichtigten die Eltern, die ihre Kinder abholen durften. Zudem belehrten die Polizisten die zwei Familien über die Gefahren, denen sich die Mädchen ausgesetzt hatten. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem Aufenthalt im Gleisbereich – er ist grundsätzlich mit Lebensgefahr verbunden und stellt bei einer verursachten Schnellbremsung eines Zuges möglicherweise eine Straftat dar. Weiterhin können für entstandene Zugverspätungen zivilrechtliche Forderungen von der Bahn gestellt werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizei Würzburg.

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