Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Feuerwehr rettet Schlange aus Innenstadt-Wohnung

Reptilieneinsatz in der Würzburger Innenstadt

Der Schreck saß auf jeden Fall gewaltig als Christina heute Nacht vom Sport nach Hause kam und einen  „Eindringling“ bemerkte. Direkt an der Vorhangstange am Fenster schlängelte sich doch tatsächlich eine Schlange nach unten! Die 23-Jährige verliert keine Zeit und ruft die Feuerwehr zur Hilfe.

Christinas Schlangen-Geschichte lest Ihr hier!

„Gegen 01:10 Uhr ging in der Nacht ging der Anruf bei der integrierten Leitstelle ein, in dem mitgeteilt wurde, dass sich eine Schlange in einer Wohnung in der Innenstadt aufhalte“, so Thorsten Ante von der Berufsfeuerwehr Würzburg. Sofort setzte sich ein Kleinalarmfahrzeug mit zwei Einsatzkräften in Bewegung und fuhr zu der Wohnung in der Reibeltgasse.

Königspython in sichere Hände übergeben

Als die Einsatzkräfte wenig später vor Ort eintrafen um sich ein Bild von der etwa ein Meter langen Würgeschlange zu machen, konnte erstmal Entwarnung gegeben und als „wahrscheinlich ungefährlich“ eingestuft werden.  Der „ungebetene Gast“, war augenscheinlich ein Königspython. Diese Würgeschlangen gelten in der Regel nicht als sehr angriffslustig oder aggressiv und sind bei Schlangenfreunden sehr beliebt.

Sie ließ sich dann auch ohne Schwierigkeiten mit einem Kescher von der Gardinenstange holen, auf dem Tisch der Bewohnerin zwischengelagert und in die Reptilienbox verstaut werden.

Woher genau das Tier kam, konnte jedoch bislang noch nicht festgestellt werden. Den direkten Nachbarn, die in der Nacht gefragt wurden, ist jedenfalls kein Tier entwischt.  Einen Schlafplatz für die Nacht hatte die Schlange dann aber doch noch. Sie übernachtete nämlich direkt in der Feuerwache,  bevor es heute morgen an die Universität Würzburg übergeben wurde. Ein sachkundiger Professor hatte angeboten, dass Tier vorläufig aufzunehmen.

Grundausbildung im Umgang mit Tieren

Reptilieneinsätze kommen bei der Würzburger Feuerwehr etwa ein bis zweimal pro Jahr vor, wenn auch nicht unbedingt unter diesen Umständen. Passiert etwas derartiges ist die Feuerwehr unter der 112 der richtige Ansprechpartner.

Die Feuerwehrleute bekommen eine Grundausbildung im Umgang mit Tieren und haben verschiedene Hilfsmittel, vom Kescher bis zur Schlangenhake, vor Ort.

 

Der letzte Einsatz dieser Art war weniger spektakulär und umfasste die Rettung zweier ausgesetzter Schlangen in einer Pappkiste am Straßenrand. Tiereinsätze selbst hat die Feuerwehr jedoch fast jeden Tag, wie etwa verletzte oder herrenlose (Klein)tiere, die dann zum Tierarzt oder -heim gebracht werden.

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