Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Chlorungsanlagen von Schwimmbädern im Fokus der Gewerbeaufsicht

Schutz der Badegäste und Beschäftigten

In Schwimmbädern wird das Wasser mit Chlor oder Chlorverbindungen versetzt um Badegäste vor Infektionen zu schützen. Beim Umgang mit dieser Chemikalie kommt es immer wieder zu Unfällen. Im März dieses Jahres starb eine 80-jährige Seniorin in Bad Füssing an den Folgen eines Chlorgasaustrittes. Und vor wenigen Wochen musste das Freibad Zellingen (Landkreis Main-Spessart) aufgrund eines Chlorgasalarms schließen.

Überprüfung der Chlorgasanlagen

Die wiederholt auftretenden Störfälle durch austretendes Chlorgas nimmt das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken zum Anlass, die Chlorgasanlagen der unterfränkischen Schwimmbäder unter die Lupe zu nehmen. Die Überprüfungsaktion umfasst Freibäder, kommunale Hallenbäder und hoteleigene Bäder. Sie wird noch bis Ende dieses Jahres andauern.

„Die Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes werden bei ihren Besuchen in den Schwimmbädern insbesondere das Augenmerk auf die erforderlichen Maßnahmen legen, die eine unkontrollierte Freisetzung von Chlorgas verhindern“, schreibt die Regierung von Unterfranken in einer Pressemitteilung. So sei ein Warngerät notwendig, das einen Chlorgasaustritt rechtzeitig erkenne.

Chlorgas nicht ungefährlich

Darüber hinaus müsse ein Alarmplan vorhanden sein, der im Gefahrfall die jeweiligen Rettungsschritte aufzeige. Es verstehe sich von selbst, dass mit der Bedienung und Wartung von Chlorgaseinrichtungen nur fachlich geeignete und unterwiesene Personen beauftragt werden dürfen, so die Regierung von Unterfranken.

Chlor ist ein giftiges Gas. Es wirkt auf Augen und Haut stark reizend. Darüber hinaus kann es beim Einatmen in höherer Konzentration zum Tod führen. Deshalb ist beim Umgang mit Chlorgas höchste Sorgfalt angesagt. „Die Aktion des Gewerbeaufsichtsamtes soll dazu beitragen, dass die Badegäste auch in Zukunft ungetrübt ihrem Badevergnügen und Schwimmbadmitarbeiter ungefährdet ihrer Arbeit nachkommen können“, so die Pressemitteilung.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken

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