Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Greenpeace-Aktivisten protestieren für den Schutz der Arktis

Protest 
an Shell-Tankstelle

Vor der Shell-Tankstelle in der Schweinfurter Straße 9 protestieren heute Greenpeace-Aktivisten mit einem Handbanner für den Schutz der Arktis. Der Grund für die Aktion: Nachdem US-Präsident Obama Shell die Ölsuche in der Arktis genehmigt hat, sendet der Ölkonzern jetzt seine Flotte von Bohrschiffen und -plattformen Richtung Alaska.

Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt dort das ewige Eis schmelzen. Ölkonzerne nutzen dies, um die Arktis auszubeuten. „Es ist absolut unverantwortlich, in der Arktis nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen des extremen Klimas dort viel zu hoch.“, sagt Sabrina Konrad, Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Würzburg. „Wenn wir den Klimawandel begrenzen wollen, dürfen die arktischen Ölvorkommen nicht ausgebeutet werden. Deshalb fordert Greenpeace von Shell, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben.“

Letztes Stück unberührter Natur

Das Gebiet, in dem Shell bereits zum zweiten Mal nach Öl bohren will, ist eine der letzten unberührten Regionen der Erde. Nachdem es im Jahr 2012 bei Shells Arktisprojekt zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Das Bohrschiff “Noble Discoverer”, welches Shell bereits 2012 vor Alaska eingesetzt hat, ist auch dieses Mal wieder mit dabei.

Störanfällige Technik in der Arktis

Das Schiff fällt wieder durch technische Unzulänglichkeiten und Probleme auf und hat erneut eine Kontrolle der US-Küstenwache nicht bestanden. Bei der Inspektion Mitte April hielt die Küstenwache das Schiff für einen Tag auf, bis Techniker ein defektes Gerät ausgetauscht hatten. „Das zeigt, wie verantwortungslos Shell sich in der Arktis verhält“, sagt Sabrina Konrad.

Gravierende Mängel

Auch im Jahr 2012 waren gravierende Mängel an den Sicherheits- und Schadstoffsystemen der „Noble Discoverer“ festgestellt worden. Damals setzte die US-Küstenwache das Schiff für knapp vier Wochen fest. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent. Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 26 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Greenpeace Würzburg.

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