Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Der Rat der Griechen“ – Fundstück des Martin von Wagner-Museums

Studium der bildenden Künste

Anno 1807: Der junge Johann Martin Wagner (damals noch ohne –von-) weilte auf Empfehlung Goethes in Rom und studierte dort die bildenden Künste. Kein Wunder, dass er sich auch mit Themen des Homerischen Sagenkreises auseinandersetzte: Geschichten von Königen, Schlachten, Ehre und Pathos – Themen, die in den monarchistischen Systemen damals nicht weit hergeholt schienen. Das Resultat sollte große Begeisterung am bayerischen Königshof auslösen.

„Historische Ausmaße“

„Der Gegenstand den ich auszuführen gedenke, soll die Helden Griechenlands vorstellen“, schrieb Wagner in einem Brief an seine Schwester. Er widmete sich also einem großartigen Stoff: dem Rat der Griechen vor der entscheidenden Schlacht um Troja. Im darauf entstandenen Ölgemälde anwesend sind unter anderem der spartanische König Menelaos (ganz links), Ajax der Telamonier, genannt „der Große“ (ganz rechts), und Nestor, der erfahrene Ratsführer (sitzend und gestikulierend in der Mitte). Um diesem erhabenen Gegenstand gerecht zu werden, wählte Wagner eine Leinwand von geradezu „historischen“ Ausmaßen: 4,40m breit und 3m hoch!

Leichen als Zeichen bewältigter Schlachten

Ganz der Tradition der Historienmalerei verpflichtet, dekorierte Wagner den Bildhintergrund mit Leichen als Zeichen bereits bewältigter Schlachten und ließ zunächst offen, welcher Herrscher sich von der Inszenierung des Rates weiser, adeliger, kampferprobter Männer angesprochen fühlen würde. Schließlich war es der Bayerische Kronprinz, der spätere König Ludwig I., der durch das großformatige Gemälde auf Wagner aufmerksam wurde. Damit legte er den Grundstein der Erfolgsgeschichte, in der aus dem Würzburger Künstler Johann Martin Wagner der offizielle Kunstagent des bayerischen Königshofes Johann Martin von Wagner werden sollte.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg.

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