Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Rauschmittel im Internet bestellt

40-Jähriger in U-Haft

WÜRZBURG. Einen schwunghaften Handel mit allerlei verbotenen Betäubungsmitteln hat ein 40-Jähriger seit Ende 2012 getrieben. Die Rauschmittel bestellte er über das Internet. Im April klickten bei dem Mann die Handschellen. Den Erwerb von unter anderem mehr als vier Kilogramm Amphetamin können die Ermittler der KPI Würzburg, sowie verschiedener inländischer und ausländischer Behörden dem Beschuldigten jetzt nachweisen. Die vermeintliche Anonymität im Internet half dem Tatverdächtigen nicht bei seinen Geschäften.

Darknet im Internet

Wie jetzt aufgrund der Ermittlungen, in die neben den Kripos Würzburg und Waiblingen auch die Zollfahndung München sowie die amerikanische Bundespolizei FBI eingebunden waren, bekannt wurde, bestellte der heute 40-Jährige das Rauschgift über das so genannte Darknet im Internet. Hierbei werden nicht öffentlich zugängliche Internetverbindungen hergestellt und oftmals zu illegalen Geschäften genutzt. Die Verkäufer der Drogen, bei denen der Beschuldigte seine Ware orderte, gaben als Absenderadresse ihrer mit Rauschgift gefüllten Päckchen unter anderem Firmenanschriften existierender und unbeteiligter Betriebe an.

FBI ermittelte

Die Intensivierung der Ermittlungen der KPI Würzburg und des parallel laufenden Verfahrens der Zollfahndung sowie des FBI führten zur Verhaftung des Würzburger Rauschgifthändlers. Die Auswertungen der Beweismittel nach Ausheben einer Darknet-Plattform in den USA ergaben, dass der Würzburger seit Ende 2012 etwa ein Dreivierteljahr lang regelmäßig größere Mengen Rauschgift über Internet geordert hatte.

Amphetamin, Kokain und Ecstasy

Inzwischen gehen die beteiligten Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Mann auch bei anderen illegalen Quellen Rauschgift in größeren Mengen bestellt hat. Seit November 2014 konnten mehrere an den Beschuldigten adressierte Päckchen mit insgesamt einem Kilo Amphetamin, sowie Kokain und Ecstasy abgefangen und sichergestellt werden.

Insgesamt werden dem Beschuldigten, der bei seiner Festnahme im April 2015 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt, der Handel mit über vier Kilogramm Amphetamin, über 300 Ecstasy-Tabletten, einigen Gramm Kokain, Crystal, und Cannabis, sowie weiteren synthetischen Drogen vorgeworfen.

Diese Meldung beruht auf einem Pressebericht des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT