Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Angebliche Microsoft Mitarbeiter: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Warnung vor Betrugsmasche

ASCHAFFENBURG UND MARKTHEIDENFELD. Angebliche Microsoft-Mitarbeiter haben am vergangenen Mittwoch und am Samstag mehrfach telefonisch versucht, durch eine Betrugsmasche zu Geld zu kommen. Eine Angerufene holte sich per Handy Rat bei ihrer Familie und verhinderte so einen finanziellen Verlust. Ein anderer Geschädigter überwies über 250 Euro per Western Union nach Nepal, ein weiterer Geschädigter hat knapp 220 Euro verloren. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor der Betrugsmasche am Telefon.

Das Telefon klingelte am 10.06.2015, gegen 09:00 Uhr, bei einem Mann aus Aschaffenburg. Ein angeblicher Mitarbeiter der Firma Microsoft gab an, dass Microsoft eine Fehlermeldung vom Computer des Angerufenen erhalten habe und bot dem Geschädigten an, per Fernwartung das Problem zu lösen. Dazu rief der Aschaffenburger dann am PC eine vom Anrufer genannte Seite im Internet auf und lies den Zugriff von außen auf seinen Computer zu. Für eine angebliche Lizenzverlängerung für fünf Jahre verlangte der Betrüger am Telefon dann die Zahlung von 230 Euro plus Gebühren, die der Geschädigte in der Folge über Western Union, einem Geldtransferdienst, nach Nepal überwies.

„Computerproblem“ per Telefon lösen

Ähnlich gestaltete sich der Betrugsversuch am gleichen Tag gegen 10:45 Uhr in Bessenbach. Eine Anruferin gab in englischer Sprache vor, ein Problem am Computer der Angerufenen könne mit Einrichtung eines Fernzugriffs am PC gelöst werden. Dabei sollte die Geschädigte auch für einen angeblichen Softwarelizenzverstoß 10 Euro per Kreditkarte bezahlen. Doch die Bessenbacherin holte sich Rat per Handy bei ihrer Familie, die dringend zur Beendigung des angeblichen Microsoft Kontaktes riet. Deshalb kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu finanziellen Transaktionen.

Überweisung per Western Union

In einem Hafenlohrer Ortsteil gelang der Trick mit dem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter jedoch. In einem dreistündigen Telefonat konnte der angeblich aus Texas anrufende Mann den Geschädigten dazu bewegen, nach Fernwartung des eigenen Computers für ein neues Microsoft-Zertifikat 218 Euro online zu überweisen. Zuvor war der Versuch, die Zahlung per Kreditkarte über Western Union vorzunehmen, an den Sicherheitsrichtlinien des Kreditkarteninstitutes gescheitert.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt die Vorfälle zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hinzuweisen. Lassen Sie sich nicht auf unaufgeforderte Gespräche mit solchen Anrufern ein und geben Sie keinesfalls am Telefon persönliche Bankdaten oder Kreditkartendaten preis. Fremdzugriffe auf Ihre Computer sollten Sie nur vertrauenswürdigen Personen gewähren, die Sie selbst beauftragen. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT