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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Helfer beim G7-Gipfel

Hilfsorganisationen ziehen eine positive Bilanz

Elmau/Würzburg. „Unsere Planungen sind aufgegangen. Wir waren auf alle Situationen vorbereitet und konnten das Gipfeltreffen in allen Facetten und mit allen Begleitveranstaltungen sanitäts- und rettungsdienstlich absichern“, so Leonhard Stärk, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen. Dabei ließen sich die über 1.500 Helferinnen und Helfer, die meisten davon ehrenamtlich, auch nicht von äußeren Faktoren beirren.

Aus Würzburg waren 36 ehrenamtliche Mitarbeiter des BRK, 36 von den Maltesern, sowie sechs Johanniter vor Ort und stellten den Sanitätsdienst.

„Den Hitzetagen folgten die Gewitterstürme. Das war schon eine besondere Herausforderung für uns und für alle Besucher, Gäste oder Gegner des Gipfels, die in Garmisch vor Ort waren“, so Stärk. Aktuell haben die Einsatzkräfte rund 360 Mal Hilfe geleistet – meist bei kleineren Verletzungen oder Kreislaufproblemen. Aus dem Umfeld des G7-Gipfels wurden seit 30. Mai 44 Personen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Auch wenn die Zahlen der Behandlungen sehr gering waren, sehen die bayerischen Hilfsorganisationen die stattliche Anzahl an Helferinnen und Helfer, die vor Ort waren, und den enormen logistischen Aufwand als gerechtfertigt an.

Über 1500 Helferinnen und Helfer aus Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD), Bayerischem Roten Kreuz (BRK) mit seinen Gemeinschaften Bergwacht, Wasserwacht und Bereitschaften, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Medizinischen Katastrophen-Hilfswerk (MHW) haben den Gipfel in drei Schichten abgesichert.

„Das Konzept der engsten Zusammenarbeit hat sich in diesem Einsatz bewährt, die Grenzen von Organisationen und Disziplinen wurden überwunden, sagt Stärk und kündigt gleichzeitig an, dass der Einsatz in jeder Hinsicht intensiv nachbereitet wird, um Schwachstellen vor allem in Ausstattung und Logistik beheben zu können.“

„Es war beeindruckend, mit welchem hohen persönlichen Einsatz an Fachwissen und Engagement hier gearbeitet wurde, beim Einsatzpersonal und bei den Führungskräften“

Statistik der Einsatzdaten (Stand 8. Juni, 13 Uhr) Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen: gleichzeitig bis zu 1377 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk: gleichzeitig bis zu 350 Geleistete Helfertage: ca. 13.000 Gesamtsumme der Einsätze: 358 darunter Versorgungen im Sanitätsdienst: 303 darunter Rettungsdiensteinsätze mit Transport in Krankenhäuser: 44 darunter Einsätze der Bergwacht: 11 Rettungs- und Einsatzfahrzeuge der Hilfsorganisationen: 352 Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks: 191

Umfangreiche Einsatzunterstützung durch THW Würzburg

Das Technische Hilfswerk (THW) hat im großen Umfang für die Partner der Gefahrenabwehr Einsatzunterstützung geleistet. Mit dem Schwerpunkt Beleuchtung waren auch Helferinnen und Helfer des THW Würzburg im Einsatz.

„Das THW ist mit dem eigenen Einsatz zum G7-Gipfel sehr zufrieden“, so Dr. Voß, THW-Landesbeauftragter für Bayern. Das THW hat einen außergewöhnlichen Einsatz hervorragend und zuverlässig durchgeführt. Über ein Jahr Planung, Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden, Hilfsorganisationen und Feuerwehr haben sich bezahlt gemacht.

51 Großaggregate für Notstromerzeugung, vier Megawatt Gesamtleistung, 120 Leuchtballons, 24.000 Meter Kabel, 260 eingesetzte Fahrzeuge, bis zu 800.000 Liter Trinkwasser für Elmau in einer Woche, 760 Mahlzeiten am Tag im Zeitraum vom 31. Mai bis zum 8. Juni.

Die Abstimmung mit den Partnern funktionierte problemlos: Das THW will auch in der Zukunft eine intensive Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und Sicherheitsbehörden pflegen. Diese Zusammenarbeit war einer der wichtigsten Schlüssel zum Gesamterfolg.

Dank an gewaltfreie Demonstranten

Auch zahlreiche Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Würzburg waren in Elmau vor Ort und konnten dort zu einem ziemlich gewaltfreien Treffen verhelfen. Innenminister Joachim Herrmann ist überzeugt, dass die deutliche Polizeipräsenz ihre Wirkung gezeigt hat: „Potentielle Gewalttäter haben sich genau überlegt, ob sie etwas anstellen oder überhaupt anreisen.“

Ausdrücklich bedankte sich der Innenminister bei den Teilnehmern der großen gewaltfreien Demonstration in München am 4. Juni: „Auch das ist ein Stück bayerischer Demokratie und Lebensart, ob man die Inhalte der Protestierenden teilt oder nicht. Wenn alle so wären, könnten wir uns viel Polizeieinsatz sparen.“

Ehrenamtliche Einsatzkräfte

Der Minister dankte insbesondere den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften der Hilfs- und Rettungsdienstorganisationen, vom Technischen Hilfswerk und von der Feuerwehr:

„Man kann sich sicher an einem heißen Sommerwochenende schönere Orte vorstellen als einen Sanitätscontainer, oder im heftigen Gewitterregen Wache zu halten.“

Dialog und Kommunikation

Joachim Herrmann: „Drei Ziele, für die Bayerns Polizei im bisher wohl größten Einsatz ihrer Geschichte auf Dialog und Kommunikation gesetzt hat. Gleichzeitig hat sie auch alles unternommen, um Ausschreitungen von vornherein zu verhindern. Ein Einschreiten war glücklicherweise nur in Einzelfällen notwendig. Es gab aber eine Reihe von Störungen, Blockaden und Versuche, in den Sicherheitsbereich einzudringen.“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilungen der Polizei Bayern, der Malteser Würzburg, des THW Würzburg, des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr und der Bundesregierung.

 

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