Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Uni-Zelt auf dem Africa-Festival gut besucht

„Wiederentdeckte Wurzeln“

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Uni Würzburg wieder an Europas größtem Africa-Festival. Das Forum Afrikazentrum thematisierte in einem Ausstellungszelt vom 4. bis 7. Juni unter dem Titel „Wiederentdeckte Wurzeln“ den Einfluss afrikanischer Sklaven auf die Gesellschaften in Lateinamerika. Bereits 2008 war die Uni erstmals beim Africa-Festival Würzburg auf den Talavera-Wiesen dabei. Dieses Jahr widmete sich die Ausstellung dem Einfluss Afrikas in Lateinamerika. „Die wichtige Rolle, die Menschen afrikanischer Abstammung bei der Ausprägung der einzelnen Staaten dieser Regionen spielten, ist erst seit wenigen Jahren Gegenstand intensiver Forschung“, sagt Universitätspräsident Alfred Forchel.

Afrikanische Partner

„Das Thema führte lange ein Schattendasein“, sagt auch Karin Sekora, die hinter dem Konzept der Posterausstellung steht und diese mit vielen weiteren Beteiligten umgesetzt hat. Alfred Forchel verweist auf die vielfältigen Kooperationen mit afrikanischen Partnern: „Gemeinsame Forschungsprojekte zu aktuellen Themen, internationale Workshops und afrikanisch-deutsche Lehrprogramme zeigen, wie intensiv der Austausch ist.“ Umfangreiche Forschungskooperationen unterhält die Uni beispielsweise in den Life Sciences, Jura oder der Romanistik unter anderem mit Côte d‘Ivoire, der Demokratischen Republik Kongo, Niger, Kenia und Tansania. Auch im kommenden Jahr wird sich die Universität daher wieder beim Africa-Festival engagieren. „Die Themen gehen uns ganz bestimmt nicht aus“, ist sich Sekora sicher.

80.000 Besucher

Laut Veranstalter hatten bis Sonntagabend etwa 80.000 Menschen das Festival besucht. Die Abendkonzerte seien an drei Abenden komplett ausverkauft gewesen. Das Musikprogramm gab zahlreichen afrikanischen Musikern und Bands Gelegenheit, zum ersten Mal in Deutschland oder in Europa aufzutreten. Neben der Musik stand der Besuch des Präsidenten von Sansibar im Zentrum des Festivals. Präsident Ali Mohamed Shein traf sich mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und seinem eigenen Fachgebiet, der Medizin. Zudem lud er auf der Eröffnung des Festivals am Donnerstag alle Würzburger in das diesjährige Partnerland des Festivals ein: „Kommen Sie nach Sansibar! All Ihre Erwartungen werden mehr als erfüllt werden.“

Sansibar

Die Inselrepublik Sansibar liegt im indischen Ozean und besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja (früher ebenfalls Sansibar genannt) und Pemba, jeweils mit weiteren Nebeninseln. Sansibar zählt etwa 1,2 Millionen Einwohner. An mehreren Infoständen auf dem Festival präsentierten sich Kunsthandwerk, Tourismus und Handel aus Sansibar.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Uni Würzburg.

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