Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Selbst ist der Kunde – Zukunft heißt Selbstständigkeit

Damals etwas ganz Neues

1959 eröffnete der erste SB–Laden im Haßgau seine Türen. Der Unterschied zu den Einkaufsmärkten zuvor war: Es gab keine Theke mehr, hinter der sich der Kunde anstellen musste. Die Kunden bekamen Einkaufskörbe für ihre Ware, mit denen sie dann zum Bezahlen an die Kasse gehen konnten. Heute das normalste Verhalten beim Gang in den Supermarkt, damals war dies aber etwas ganz Neues.

Einkaufen ohne Kassierer?

Und wie sieht es sonst heutzutage aus? In einem bekannten Möbelhaus kann der Kunde zwischen der normalen Kasse mit Kassierer und einer Selbstbedienungskasse entscheiden. Bei dieser muss der Einkauf vom Kunden selbst abgescannt und anschließend mit Karte bezahlt werden.

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Auch bei einigen Supermärkten sieht es ähnlich aus: Der Kunde sucht sich seine Ware aus, geht zur Kasse und zieht seine Einkäufe Stück für Stück eigenständig über den Scanner. Doch sieht so die Zukunft aus? Supermärkte ohne Personal? Für Unternehmen ist diese Entwicklung natürlich ökonomisch interessant, der Kunde verrichtet selbst einen Teil der Arbeit.

Gesellschaft immer selbstständiger

Beim genaueren Überlegen, hat sich das Verhalten von Kunden in den vergangen Jahren und Jahrzehnten stetig verändert. Während es früher vollkommen normal war, kennen Jugendliche heutzutage den Bankschalter beispielsweise oftmals gar nicht mehr. Oder auch Ticketautomaten für Zugtickets oder Straßenbahnfahrkarten sind heute für Jedermann selbstverständlich. Doch nicht nur in der Bank, im Supermarkt, oder am Bahnhof wird die Konsumgesellschaft immer selbstständiger. Wir designen selber Schuhe, können unser eigenes Müsli zusammenmixen, oder verbannen die Fertiggerichte aus unserer Küche und tauschen diese durch den Thermomix aus.

Ältere Leute beschweren sich, dass der Kontakt mit den Menschen dabei zu kurz käme. Jugendliche kennen dies gar nicht mehr anders, sie wachsen ganz selbstverständlich mit dieser zunehmenden Selbstständigkeit auf.

Aber was bedeutet dies für die Arbeiter? Werden diese durch die heutige eigenständige Gesellschaft immer mehr und mehr ersetzt? Bedeutet dies mehr Arbeitslosigkeit für Deutschland? Was meint Ihr dazu?

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