Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Öffentlichkeitsarbeit der Hochschulgruppen mangelhaft

Wahlbeteiligung unterirdisch

Am 30. Juni wird wieder an der Uni gewählt. Bei den Hochschulwahlen werden Vertreterinnen und Vertreter in den Senat und in die Fakultätsräte der Uni Würzburg gewählt. Für den Studentischen Konvent, das Studierendenparlament der Universität, kandidieren 125 Studierende der Universität. Wie bereits berichtet werden voraussichtlich – ausgehend der Wahlbeteiligung der letzten Jahre – 24.000 der 27.955 Studierenden auf ihr Wahlrecht verzichten. Man darf gespannt sein, ob die Wahlbeteiligung dieses Jahr erneut die 14 Prozent nicht überschreitet.

Nullbock oder fehlende Information?

An was liegt dieses Desinteresse gegenüber der Hochschulwahlen? Keine Lust? Keine Zeit? Keine Infos? Ein Kommentar einer Studentin gibt zumindest teilweise Aufschluss: „Wozu soll man auch wählen, wenn man gar nicht weiß, wer zur Wahl steht und was die Leute vorhaben?“

Daher gaben wir den Hochschulgruppen, die in Form von sogenannten Listen bei den Hochschulwahlen antreten, die Chance ihre Hochschulgruppe und die jeweiligen Kandidaten/innen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Das Ergebnis? Große Ernüchterung! Gerade eimal diese zwei der angeschriebenen sieben Hochschulgruppen nutzten die Möglichkeit und verfassten einen Text mit ihren Zielen:

Fachschaftsmitglieder – Erfahrung wählen

Die Hochschulgruppe „Fachschaftsmitglieder – Erfahrung wählen“ will direkt für die Studierenden da sein. “Wir sagen nicht, der beste Lösungsansätze ist ein grüner, gelber, roter oder blauer. Wir hören uns alle Meinungen an, schließen Kompromisse zwischen den Richtungen und entscheiden sachbezogen. Kurzum: Wir lehnen im Studentischen Konvent keinen Antrag ab, nur weil er von einer bestimmten Hochschulgruppe kommt.“

Liberale Hochschulgruppe

Die Liberale Hochschulgruppe setzt sich pragmatisch für die Interessen der Studenten ein, wobei deren Eigen- und Selbstverantwortung im Vordergrund steht. “Wir streben ganz im Sinne von Lincoln einen studentischen Konvent der Studenten, von Studenten und für Studenten an. In besonderer Hinsicht setzen wir uns dafür ein, dass es keine willkürliche Verbots- und Ausschlusspolitik gibt.“

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Ein Großteil der Studierenden würde sich sicherlich über etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit ihrer engagierten Kommilitonen/innen für die Zukunft wünschen und das nicht nur zu den Hochschulwahlen. Dies ist nur möglich, wenn von Seiten der Hochschulgruppen Informationen bereitgestellt und verbreitet werden. Auch Eva Tina Woll, eine aktuelle Vertreterin der Studierenden im Senat ist der Meinung, dass es mehr Gelegenheiten für Studierende geben sollte, sich informieren zu können – sei es durch Info-Stände oder durch Podiumsdiskussionen zu Themen in der Studierendenvertretung (StuV).

Ohne Aufwand per Briefwahl

Für alle, die auf jeden Fall wählen wollen, allerdings keine Zeit – oder auch einfach keine Lust – haben persönlich zum Wahllokal zu gehen, gibt es die Möglichkeit der Briefwahl. Den Antrag auf die Übersendung der Unterlagen sollte bis zum 16. Juni 2015 um 16 Uhr beim Wahlleiter eingehen. Werden die Wahlunterlagen persönlich entgegen genommen, kann der Antrag auf Briefwahl bis zum 23. Juni 2015 um 16 Uhr gestellt werden. Der Wahlbrief sollte den Wahlleiter dann spätestens am 30. Juni 2015 um 17.30 Uhr erreichen. Alle Informationen gibt’s hier.

Service für Studis

Alles rundum die Uni Würzburg bekommen Studierende übrigens in der Uni Würzburg Facebook-Gruppe mit. Hier könnt Ihr Euch mit Kommilitonen, aber auch mit Studierenden anderer Studiengänge austauschen. Außerdem halten wir Euch über aktuelle News aus dem Campus auf dem Laufenden.

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