Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bissiger Hund und betrunkenes Herrchen

Hund in den Brunnen geworfen

WÜRZBURG. Am Freitagnachmittag (05.06.2015), um 14.30 Uhr, wurde eine Passantin am Bahnhofsvorplatz von einem mittelgroßen Labradormischling ins Bein gebissen. Die 67-Jährige suchte zunächst Zuflucht in einem Ladengeschäft des Bahnhofvorplatzes und im Anschluss den Service-Point der Deutschen Bahn auf. Von hier wurde der Rettungsdienst verständigt und die Geschädigte wurde erstversorgt.

Hund in schlechtem Zustand

Der Hundebesitzer indes kümmerte sich nicht um die Dame, sondern warf seinen Hund in den in unmittelbarer Nähe befindlichen Kiliansbrunnen.

 

Bei Eintreffen der Bundes- und Landespolizei war der Hundebesitzer immer noch vor Ort. Seinen Hund hatte er angeleint und nun mit einem Maulkorb bedacht. Der verängstigte und zugleich aggressive Hund befand sich in einem augenscheinlich schlechten Zustand.

Eine Inobhutnahme des Tieres war zur Verhütung weiterer Angriffe gegen Passanten und zum Wohle des Tieres zwingend notwendig. Der 25-jährige Hundebesitzer war mit über 2,5 Promille stark alkoholisiert und kündigte an, bei Wegnahme seines Hundes gewalttätig zu werden.

Versucht Polizist zu beißen

Eindringlichen Belehrungen und Beruhigungsversuchen verschloss er sich. Bei Annäherung eines fachkundigen Diensthundeführers der Bundespolizei versuchte der Hund zu beißen, was jedoch aufgrund des Anleinens und des Maulkorbes misslang. Schließlich konnte der Diensthundeführer den Hund in seine Obhut nehmen und wegführen.

Nun sprang der obdachlose junge Mann auf und wollte den Beamten, welcher ihm nun beim Wegführen des Hundes den Rücken zugewandt hatte, schlagen. Dies konnte von weiteren Beamten verhindert werden.

Nur unter Einsatz von Pfefferspray und Mehrzweckstock zu stoppen

Der Aggressor, welcher u. a. mit mehreren massiven Nietenarmbändern bekleidet war, konnte zunächst nicht mit einfachen Mitteln aufgehalten werden und wurde schließlich unter einmaligem Einsatz des Pfeffersprays und Ausführung eines Schlages mit dem Mehrzweckstock auf den Beinbereich gestoppt.

Der junge Mann musste in Gewahrsam genommen werden. Der Hund wurde in ein Tierheim verbracht, wo eingehende Untersuchungen veranlasst werden.

Der Hundehalter muss sich nun wegen des Hundebisses zum Nachteil der Rentnerin, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Darüber hinaus wird seine Befähigung zum Führen von Tieren überprüft werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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