Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Hitze im Auto – Lebensgefahr für Tiere

Sommer, Sonne, Hitzetod

Bis zu 34 Grad Celsius sollen es in den nächsten Tagen werden. Nicht nur uns Menschen macht die Hitze zu schaffen, auch unseren treuen Vierbeinern setzen die heißen Temperaturen zu.

Gerade in den Sommermonaten kommt es noch erschreckend häufig vor, dass Hunde aufgrund von Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit ihrer Halter sterben müssen, weil sie im Fahrzeug eingesperrt wurden.

Immer wieder werden Tiere „mal kurz“ im Auto zurückgelassen, während Herrchen oder Frauchen „mal eben schnell“ einkaufen geht.

Hitzetod schon ab 20 Grad Celsius

Von vielen wird schlicht unterschätzt, wie schnell es für einen Hund im Auto lebensbedrohlich werden kann, wenn es draußen warm ist. Woran viele Autofahrer auch nicht denken ist, dass sich der PKW selbst auf einem schattigen Parkplatz wahnsinnig aufheizt, da die Sonne wandert.

Menschen verdunsten durch Schwitzen Körperflüssigkeit über die Haut und sorgen so für großflächige Kühlung. Hunde zum Beispiel können sich, da sie nur wenige Schweißdrüsen an Pfoten und Nasenspiegel besitzen, nur über das Hecheln abkühlen.

Grundsätzlich sollte vermieden werden, Tiere bei diesen Temperaturen im Auto mitzunehmen.

Schnelles Handeln wichtig

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann.

Wer selbst zu Maßnahmen greift und das Tier aus dem Fahrzeug „befreit“ sollte sich darüber bewusst sein, dass dies eine Anzeige wegen Sachbeschädigung nach sich ziehen könnte.

Wenn das Leben eines Hundes davon abhängt, wird die Entscheidung jedoch vermutlich nicht schwer fallen. Anzeichen dafür, dass ein Hund bereits in ernsthafter Gefahr schwebt, sind Hecheln, Taumeln, Apathie oder Erbrechen.

Helfen bei Hitzschlag

Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringt das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlt es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab.

Ist der Hund bei Bewusstsein – und nur dann – schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.

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