Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Veranstaltung: Cannabis – eine andauernde Kontroverse

Fachexperten und Professoren

Am Mittwoch, dem 17. Juni 2015 findet von 14:00 bis 17:30 Uhr eine Informations- und Fortbildungsveranstaltung des Arbeitskreises Suchthilfe der Uni Würzburg in der Neubaukirche zum Thema „Cannabis –  eine andauernde Kontroverse“ statt. Verschiedene Fachexperten und Professoren tragen wichtige Erkenntnisse aus ihrem jeweiligen medizinischen oder psychologischen Blickwinkel vor und stehen anschließend für Fragen zur Verfügung.

Kostenlose Teilnahme

Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte werden gebeten, sich auf der Internetseite der Bayrischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen online anzumelden. Das Programm ist folgendes:

14:25 Uhr
Folgen der Prohibition aus strafrechtlicher Sicht
Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Universität Würzburg

14:55 Uhr
Zum aktuellen Cannabiskonsum in Deutschland, Europa und der Welt
Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel, IFT Institut für Therapieforschung, München

15:45 Uhr
Schädliche Folgen von Cannabiskonsum junger Menschen unter entwicklungsbiologischen Aspekten
Prof. Dr. Rainer Thomasius, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

16:30 Uhr
Cannabis und Straßenverkehr
Dr. Liane Paul, Ludwig-Maximilians-Universität München

17:00 Uhr
Fragerunde
Markus Hack, Polizeipräsidium Unterfranken
Holger Faust, Leiter der Jugend- und Drogenberatungsstelle
Peter Wohlfahrt, Jugendrichter und Vollzugsleiter der Jugendarrestanstalt Würzburg

17:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Meist konsumierte Droge

Keine andere illegale Droge wird auch nur annähernd so oft konsumiert wie Cannabis: Nach Angaben der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) haben etwa ein Viertel der deutschen Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren schon einmal Cannabis probiert. Besonders bedenklich erscheint, dass etwa der gleiche Anteil von 15- bis 16-Jährigen bereits Erfahrung mit Cannabis hat.

Gesundheitpolitisches Problem

Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist der Konsum von Haschisch und Marihuana ein gesundheitspolitisches Problem: Durch bildgebende Verfahren und klinisch-epidemiologische Studien wurde nachgewiesen, dass Cannabis die Gehirnentwicklung bis zum Alter von Mitte 20 in einem deutlich höheren Maß als bisher angenommen beeinträchtigen und ein deutliches Psychose- und Suchtrisiko mit sich bringen kann.

Spannende Fragen

Welche Erkenntnisse tragen zum aktuellen Diskurs um den Cannabiskonsum bei? Welche Auswirkung hat beispielsweise die Einnahme von cannabis-basierten Drogen auf das Verhalten im Straßenverkehr? Wie ist mit den neuen Ergebnissen der Entwicklungsbiologie bei Cannabis-konsumierenden Kindern und Jugendlichen umzugehen? Diese Fragen stehen im Vordergrund der öffentlichen Informationsveranstaltung. Moderiert wird die Veranstaltung vom Würzburger Suchtexperten Professor Jobst Böning.

Dieser Artikel basiert auf Informationen der Uni Würzburg.

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