Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ticketloser Nahverkehr: LINKEN kritisieren Entscheidung des Stadtrates

Ticketloser Nahverkehr

Am Donnerstag, den 21.05. wurde vom Stadtrat mit Mehrheit der Antrag des LINKEN Stadtrats Sebastian Roth abgelehnt. In der Vorlage schlug Roth vor, wie bereits berichtet, dass die Verwaltung ein Konzept entwickeln sollte, mit dem die WSB den Ticketverkauf in der Stadt einstellen könnte. Nun kritisiert der Kreisverband der LINKEN diese Entscheidung des Stadtrates. Die Kritik veröffentlichen wir im Folgenden ungekürzt:

Zu kurz behandelt

Der Kreisverband der LINKEN: „Der zu erwartende Einnahmenausfall würde durch diverse solidarische Gebühren aufgefangen werden können. Besonders kritisch sieht der Kreisverband, dass dieses Thema nur kurz behandelt wurde. Der Öffentliche Nahverkehr in Würzburg lahmt, die Nutzerzahlen sinken, die Einnahmen steigen ebenfalls nicht. Das in einigen europäischen Städten schon vorgedachte und in Pilotprojekten getestete Konzept traf im Stadtrat nicht zuletzt auf wenig Gegenliebe, da die Verwaltung empfahl, den Antrag nicht weiterzuverfolgen. Dies ist laut Roth besonders verwunderlich, da die Verwaltung in ihrer Begründung sogar zustimmte, dass ein solches Konzept eine „zusätzliche Nutzung“ zur Folge hätte, somit eine Steigerung der Nutzerzahlen realisierbar scheint.“

Juristische Überprüfung

„Das Abschmettern mit dem Argument „rechtlich nicht möglich“ verblasst im Angesicht der Umsetzungen in Lübben und Templin. Selbst in den USA gibt es Städte, die einen ticketlosen Nahverkehr eingeführt hatten und haben. Ebenso gebe es Ideenansätze in weiteren bayerischen und baden-württembergischen Städten. So kritisiert der Kreissprecher Sebastian Förtsch, der „Stadtrat hat gezeigt, dass er mehrheitlich keinen Willen hat, dieses Konzept weiterzudenken“, nicht an den Umsetzungsschwierigkeiten würde es scheitern. „Wo ein Wille, da sei auch ein Weg.“, kommentierte die Kreissprecherin Heike Pauline Grauf. Roth kündigte an, die Sachlage juristisch prüfen zu lassen und den Gedanken an einen ticketlosen Nahverkehr nicht so einfach aufzugeben.“, so der Kreisverband des LINKEN.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Kreisverbandes der LINKEN.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT