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Der Ratskeller in Würzburg neben dem Rathaus. Foto: Jacob Grimm
Der Ratskeller in Würzburg neben dem Rathaus. Foto: Jacob Grimm

Würzburger Geheimnisse: Hexenloch unterm‘ Grafeneckart

Ob schlemmen oder ein Glas Wein genießen, im Würzburger Ratskeller kann man es sich richtig gut gehen lassen. Doch was die wenigsten tun ist, sich Gedanken darüberzumachen, was einst in den alten Gemäuern geschah. Das unscheinbare Wort „Hexe“ am Durchgang zu einem der Räume im Untergeschoss des Ratskellers lässt schon kurz hinblicken.

Würzburger Stadtgefängnis

Mit großer Wahrscheinlichkeit war in diesem Kellerraum mal das Würzburger Stadtgefängnis beheimatet. So ein kleiner Raum? Ja, denn zur damaligen Zeit, also am Ende des Mittelalters zählte Würzburg nur rund 5000 Einwohner. Neben der Tatsache, dass die meisten davon keine Straftäter waren, wurden die wenigen Schuldigen sofort bestraft, indem sie beispielsweise verstümmelt oder sofort öffentlich hingerichtet wurden. Anhand von Mörtelproben wurde festgestellt, dass dieser Raum schon um 1150 entstanden sei, so wie auch der Grafeneckart. Dieser sei von oben mit Nahrungsmitteln versorgt worden, deshalb auch die Bezeichnung „Loch“.

Die Antwort auf das Geheimnis

Doch warum jetzt genau der Name „Hexenloch“? Das verraten wir nicht mehr, denn das und noch mehr könnt in dem Buch  “Würzburger Geheimnisse” von Eva-Maria Bast und Heike Thissen nachlesen. Die Autorinnen erzählen 50 lesenswerte Geschichten aus der Main-Metropole, die Ihr sicher noch nicht alle kanntet.

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