Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Klassisches“ und Experimentelles beim Mozartfest

Venezuela im Kaisersaal

Mit südamerikanischen Klängen beginnt ein abwechslungsreiches zweites Wochenende beim Mozartfest Würzburg. Die Bolívar Soloists aus Venezuela und der aus Usbekistan stammende Pianist Michail Lifits setzen sich mit einem ebenso lebensfrohen wie melancholischem Programm von Mozart bis zu traditioneller venezolanischer Musik über alle Genre-Grenzen hinweg und definieren den Begriff „Klassik“ neu (29.5., Kaisersaal der Residenz).

Jazz mit Sinti

Einen Tag später verbindet das Joscho Stephan Trio europäischem Jazz mit Sinti- Musik und Klassik mit swingenden Blue Notes (30.5., Kelterhalle des Bürgerspitals). In der darauffolgenden Woche gastiert der junge polnische Pianist Rafał Blechacz zusammen mit der Amsterdam Sinfonietta beim Mozartfest (3.6., Kaisersaal der Residenz). Blechacz gewann 2005 den renommierten internationalen Chopin- Wettbewerb in Warschau, wobei er alle fünf Preise in den verschiedenen Kategorien auf sich vereinte. Beim Mozartfest stellt er zusammen mit der Amsterdam Sinfonietta Mozart ins Zentrum, zeigt aber auch dessen Wirkung in spätromantischen Werken von Grieg und Sibelius.

MozartLabor

Von Sonntag bis Dienstag wird zum zweiten Mal das MozartLabor im Exerzitienhaus Himmelspforten (Zellerau, Würzburg) eingerichtet und für Publikum geöffnet. Weit über die Welt der Töne und Klänge hinaus lädt dieses Labor zum gemeinsamen Arbeiten und Experimentieren ein. Stipendiaten aus verschiedenen Disziplinen begegnen prominenten Dozenten aus den Bereichen Komposition und Interpretation, Philosophie, Musikwissenschaft und Kulturjournalismus. Besonders die öffentlichen Proben, bei denen die Besucher Musikern wie Renaud Capuçon, Reinhard Goebel und Gérard Caussé „über die Schultern schauen können“, schaffen Kontakt zu Künstlern, die man sonst nur auf der Bühne erlebt.

Diskussionen und Vorträge

Podiumsgespräche, Roundtables und Vorträge begleiten die tägliche Arbeit: Unter anderem spricht am Sonntagmorgen der japanische Komponist Toshio Hosokawa über „Trauer in der Musik Mozarts –Trauer in der japanischen Kunst“, am Montagabend diskutieren der renommierte Komponist und Musikwissenschaftler Wolfgang Rihm und der prominente Mozartforscher Ulrich Konrad die Frage „Wie klassisch ist die Klassik?“. Am Dienstagvormittag tauscht sich Intendantin Evelyn Meining mit zwei weiteren Festivalmachern aus Augsburg und Salzburg über das Thema „Mozartfest(ival) – Wozu?“ aus.

Stipendiatenkonzert

Das MozartLabor schließt mit dem Stipendiatenkonzert im Fürstensaal der Residenz (2.6.). Nach einer Konzerteinführung durch Studierende der Musikwissenschaft spielen die Stipendiaten der Kammermusiksektion des Labors Werke von Pleyel, Beethoven, Hosokawa und Mozart. Konzerteinführung und Abschlusskonzert werden ab 19 Uhr per Video-Livestream in Kooperation mit dem Zentrum für Mediendidaktik der Universität Würzburg auf www.mozartfest.de übertragen.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Mozartfests Würzburg.

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