Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Grillen in Würzburg: Wo ist es erlaubt?

Wer zuerst kommt, grillt zuerst

Das Lied vom Grillen hört sich jedes Jahr ähnlich an. Auf öffentlichen Straßen und Plätzen ist eine offene Feuerstelle weitgehend verboten und außerdem versucht die Stadt, des Müllproblems Herr zu werden, wie wir hier vor einiger Zeit berichteten. Wenn man dabei erwischt wird, fallen 25 Euro Bußgeld an. Erlaubt ist das Freiluft-Grillen nur auf drei Plätzen. Und hier gilt kein Genehmigungsverfahren, sondern das gute alte Prinzip: Wer zuerst kommt, grillt zuerst!

Wo das Grillen erlaubt ist

Die guten Mainwiesen in der Zellerau sind die erste Adresse mit Grill-Lizenz. Nahe dem Kloster Himmelspforten am Ende der Mainaustraße und dem alten Autowaschplatz. Hier gibt es zwar keine fest installierten Grillvorrichtungen, aber mehrere gepflasterte Feuerstellen für die Grillgeräte sowie Sitzmobiliar. Der Grillplatz Feggrube befindet sich direkt beim Graf-Luckner-Weiher und ist ganz einfach stadtauswärts in Richtung Randersacker erreichbar. Hier gibt es zusätzlich eine fest installierte Grillanlage und das Gelände ist gut über den Main-Radweg zu Fuß zu erreichen, was sich angesichts der wenigen Parkplätze auch empfiehlt. Vorsicht aber beim Vereinsgelände direkt am Weiher, dort ist nämlich schon Schluss mit Grillen. Zu guter Letzt gibt es noch den Grillplatz Konrad-Adenauer-Brücke. Hier gilt es wieder, den Grill selbst mitzubringen. Dafür gibt es schöne Holztische und -bänke.

Verhaltensregeln für das sommerliche Angrillen

An all diesen Orten sind auch Spielplätze nicht weit, nicht zuletzt deshalb sollte es selbstverständlich sein, den eigenen Müll auch wieder mitzunehmen. Darüber hinaus sind Gruppen mit mehr als 15 Personen nicht gern gesehen. Außerdem ist trotz oder gerade wegen der vorhandenen Beschilderungen immer genau zu schauen, wo das Grillen erlaubt ist. Wir hatten uns in der Vergangenheit ja bereits dem Ärgernis zu uneindeutiger Grillplatzbeschilderungen zugewandt. Hinweise zu unterdessen möglicherweise erfolgten Verbesserungen nehmen wir gerne entgegen.

Juristische Feinheiten beim Grillen

Wer auf eigenem Gelände grillen will, hat zwar mehr Freiheiten, aber auch hier gibt es (oft sogar gerichtlich verbriefte) Regeln. Der Deutsche Mieterbund sagt, dass im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon grundsätzlich gegrillt werden darf. Das Landgericht München bestätigte sogar, dass dies in den Sommermonaten üblich sei. Wer andere nicht gefährden würde, hätte die Erlaubnis dazu. Eine Rauchbelästigung müssen Nachbarn demnach aber keinesfalls hinnehmen. Neuartige Gasgrills sind für den ambitionierten Grillmeister deshalb eine empfehlenswerte Lösung auf heimischen Grund und Boden, dem Gebot der Rücksichtnahme nachzukommen. Das Landgericht Essen entschied gar einmal, dass Mietern vertraglich das Grillen verboten werden kann. Im Idealfall helfen aber meist freundliche Worte, allzu enge Gesetzeskorsetts ein wenig lockerer zu schnüren.

Eventtipp für den Grill-Sommer

Wer also im Einklang mit den Nachbarn oder vielleicht gemeinsam mit diesen den Grill anwerfen will, bekommt hier noch eine kleine Angrill-Motivation: Die dritte Tauberfränkische Grillmeisterschaft steht im Juli an, Anmeldungen sind noch möglich. Es kämpfen Amateur-Grillteams um den Titel des „Tauberfränkischen Grillmeisters 2015“. Dazu gibt es Grillshows mit Profigrillern, Grillausstellungen und Grillgutverkauf im großen Stil. Weitere Infos dazu auf der Website unter gartenparty.de. Also: Grill an und üben!

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