Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

ETSV-Fußballerinnen bleiben in der zweiten Bundesliga

Klassenerhalt gesichert

Wieder im letzten Spiel – wieder hochdramatisch: Die Fußballerinnen des ETSV Würzburg haben sich im letzten Saisonspiel der Zweiten Bundesliga den Klassenerhalt gesichert. In Hoffenheim erkämpften sich die Breunig-Schützlinge ein 0:0 und mussten nach dem Schlusspfiff noch bange Minuten überstehen, um auf die Ergebnisse von den anderen Plätzen zu warten. Erst als der 1:0-Erfolg von Schlusslicht Montabaur über den Drittletzten Niederkrichen offiziell wurde, brandete Jubel auf. Die Würzburgerinnen dürfen auch im fünften Jahr in Folge in der zweithöchsten Liga spielen.

Viele Probleme zu bewältigen

Dabei war diese Saison noch problematischer als die vergangene, als der ETSV erst in der Nachspielzeit der Relegation den entscheidenden Treffer setzte und die Liga sicherte. Von Spiel eins bis zum Ende hatten die Unterfranken schier unglaubliche Probleme zu bewältigen. Erst erhielt Torhüterin Andrea Dänzer ein kurzfristiges berufs- und studienbedingtes Angebot aus Israel (sie wurde von Alexandra Hetterich freilich sehr gut vertreten), dann verletzten sich Stammspielerinnen schwer und fielen fast komplett aus. Die fußballerisch überragende Amerikanerin Tesa McKibben konnte nach furiosem Start erst verletzungsbedingt nicht mehr mitwirken, um dann überraschend ihren Weggang zu verkünden: Sie wollte bei einem Spitzenteam auf Torejagd gehen. Auch Dilara Türk, Neuzugang vom 1. FC Nürnberg, sah sich schon während der Runde zu anderen Vereinen angezogen: Beim ETSV wurde sie zur türkischen Nationalspielerin, und da zog sie Probetraining bei einem anderen Klub vor.

Tolle Team-Einstellung

Dass es dennoch mit dem Ligaerhalt klappte, lag zum einen an der tollen Team-Einstellung der jungen Mannschaft, zum anderen an „alten Hasen“, die es eigentlich schon etwas ruhiger angehen lassen wollten: Christiane Bauer, Abwehrchefin und Führungskraft, hatte bereits im letzten Jahr ausgeholfen und signalisiert, „nie wieder“ diesen kräftezehrenden Stress bewältigen zu wollen. Julia Manger, ehemalige Torschützenkönigin aller Bundesligen, hatte nach einem Kreuzbandriss und beruflicher Belastung auch aufgehört, die beinahe täglichen Spiel- und Trainingsbelastungen auf sich zu nehmen. Doch als die Not groß wurde, sprang sie ohne Zögern ein und half dem Team mit ihrem unbändigen Ehrgeiz. Carina Schlangen, ehemalige Nationalspielerin, hatte die Fußballschuhe bereits an den Nagel gehängt. Als der Abstieg drohte, sprang auch sie ein und kämpfte trotz 17-monatiger Pause unverdrossen – und erfolgreich.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des ETSV.

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