Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Notdurft auf A3 mit fatalen Folgen: Sattelzug bleibt an 40-Tonner hängen

Geschätzter Schaden: 100.000 Euro

SCHLÜSSELFELD, LKR. BAMBERG. Das dringende Bedürfnis eines Brummifahrers hatte fatale Folgen. In der Nacht zum Mittwoch hatte der Mann mit seinem Sattelzug in der Einfahrt zu einem Parkplatz auf der A 3 angehalten. Ein vorbeifahrender 40-Tonner kam zu weit nach rechts und schrammte an dem Fahrzeug entlang. Den Schaden an den Fahrzeugen und der Ladung schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 100.000 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Gegen 03:20 Uhr wollte ein 44-jähriger Kraftfahrer etwa sieben Kilometer nach der Anschlussstelle Geiselwind im Parkplatz „Heuchelsheim“ eine kurze Pause einlegen, weil ihm die Blase drückte. Jedoch konnte er nicht in den Parkplatz fahren, ein Schwertransport stand bereits dort.

Er entschloss sich deshalb mit seinem Sattelzug auf dem Verzögerungsstreifen stehen zu bleiben und seine Notdurft zu verrichten. Danach stieg er wieder ein und wartete darauf, dass die Durchfahrt wieder frei würde. Dies ging eine Zeit lang auch gut – bis ein 58-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen den rechts stehenden Sattelzug passierte.

Der Mann geriet mit seinem 40-Tonner zu weit nach rechts und riss dabei die Seiten der beiden Fahrzeuge auf. Dabei wurden auch Teile der Ladung (Schaltschränke) des stehenden Transporters auf die Fahrbahn geschleudert. Beide Fahrzeuge waren danach nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die beiden Fahrer kamen mit dem Schrecken davon.

Zugmaschine nicht ordnungsgemäß zugelassen

Während der 58-jährige Kraftfahrer wegen seiner Unachtsamkeit nur ein Verwarnungsgeld zu entrichten hatte, erwartet den 44-Jährigen eine Anzeige wegen Parkens auf der Autobahn. Außerdem stellten die Beamten noch fest, dass seine Sattelzugmaschine nicht ordnungsgemäß zugelassen war und zeigten dann Mann auch noch deshalb an.

Zur Unfallaufnahme und für die Bergung der Fahrzeuge und der Ladung sperrte die Autobahnpolizei den rechten Fahrstreifen in Richtung Nürnberg ab. Die Autobahnmeisterei Geiselwind sorgte für die entsprechende Beschilderung. Es bildete sich ein etwa zwei Kilometer langer Stau, der den Verkehr bis in den frühen Vormittag beeinträchtigte.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

 

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