Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Exkursion der FH Studierenden: Recht und Architektur für das Alter

Studierende blicken über den Tellerrand

Doppelter Besuch von der Fachhochschule Würzburg: Die Seniorenwohnanlage am Hubland (Pflegeheim) und Miravilla (Service-Wohnanlage) waren Gastgeber für eine gemeinsame Vorlesung. Zum einen ging es im Rahmen des Architekturstudiums beim Lehrbeauftragten Helmut Stahl, Architekt aus Würzburg, um Fragen des barrierefreien Bauens. Zum anderen wurden von Prof. Dr. Alexander Schraml (Studiengang Pflege – und Gesundheitsmanagement) Rechtsfragen des Betreuten Wohnens und des Betreuungsrechts erörtert. Da jeweils beide Referenten informierten, kamen die Studierenden in den Genuss eines „Blicks über den Tellerrand“.

Prof. Dr. Schraml erläutert Rechtsfragen

Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, zu dem die Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg gehören, erläuterte am Beispiel von „Miravilla“ die gesetzlichen Rahmenbedingungen und vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten des Betreuten Wohnens. Wichtig sei die weitgehende Wahlfreiheit der Bewohner bei der Inanspruchnahme von Leistungen.

Anders als im Pflegeheim soll entsprechend der gesundheitlichen und familiären Situation eine „Rundum-Versorgung“ möglichst vermieden werden. Aufgrund seiner architektonischen, konzeptionellen und rechtlichen Qualität wurde Miravilla mit dem Bayerischen Qualitätssiegel für Betreutes Wohnen ausgezeichnet. Vor einem Jahr erfolgte die Rezertifizierung.

Rundgang durch Wohnanlage und Pflegeheim

Barrierefreiheit, Brandschutz und bauliche Details zur Unterstützung Pflegebedürftiger standen im Mittelpunkt der Ausführungen von Stahl. Passende Bodenbeläge, optimale Lichtverhältnisse, sichere Treppen, ausreichend große Wenderadien sowie die attraktive Gestaltung von Pflegebädern waren nur einige Beispiele für die außergewöhnliche Sorgfalt, die ein altersgerechtes Bauen erfordern.

Mit einem Rundgang durch die Service-Wohnanlage „Miravilla“ und das Pflegeheim „Seniorenwohnanlage am Hubland“ endete die Lehrveranstaltung. „Nur durch das gegenseitige Verständnis und die optimale Kooperation aller Berufsgruppen können Altenhilfe-Konzepte gelingen“, so Schraml abschließend zu den Studierenden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg gGmbH

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