Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Deutsche Bahn beginnt im Juli mit Lärmschutz

Lärm absorbierende Schallschutzwände

Im Juli soll die Lärmsanierung entlang der Bahnstrecken in Heidingsfeld und am Stadtring Süd beginnen. Entlang der Bundesstraße B 19 verwendet die Deutsche Bahn beidseitig den Lärm absorbierende Schallschutzwände, die in der Lage sind, den Verkehrslärm weitgehend aufzunehmen. Dies teilt Klaus-Dieter Josel, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, mit. Er reagiert damit auf eine Nachfrage der örtlichen Vertreter der SPD.

Bau der Lärmschutzwände umstritten

Den Anlass bildete ein Gespräch über die weitere Entwicklung des Würzburger Hauptbahnhofs mit dem Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal, dem Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel und Vertretern der Stadtratsfraktion. Der Bau von bis zu drei Meter hohen Lärmschutzwänden entlang der Bahngleise ist in Würzburg nicht unumstritten. Befürchtungen von Anwohnern im Frauenland, dass diese den Lärm der Bundesstraße 19 in die umliegenden Wohngebiete reflektieren könnten, zerstreut der Bahnexperte. Mit einer zusätzlichen Belastung der Anwohner sei aufgrund der besonderen Lärmschutzwände nicht zu rechnen, so Josel.

Bauvorhaben im zweistelligen Millionenbetrag

„Der Lärmschutz ist eine wichtige Maßnahme, um den weiteren Ausbau des Verkehrsknotens Würzburg umweltverträglich und ohne Beeinträchtigung der Bürger voranzubringen“, kommentiert SPD-Landtagsabgeordneter Georg Rosenthal den bevorstehenden Baubeginn: „Es war richtig, die Bahn in ihren Planungen zu bestätigen, diese aber auch kritisch zu begleiten.“

Als Würzburger Oberbürgermeister hatte Rosenthal das im zweistelligen Millionenbetrag angesiedelte freiwillige Bauvorhaben der Bahn auch gegen Kritiker verteidigt. Lärmschutzmaßnahmen seien nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz nur bei Streckenneubauten verbindlich vorgeschrieben, so das Abgeordnetenbüro von Rosenthal in einer Pressemitteilung. Im Falle Würzburgs greife sie auf ein freiwilliges Förderprogramm des Bundes zurück. Laut Pressemitteilung soll der Bau der Lärmschutzwände nach den jetzigen Planungen bis zum 31. Dezember 2018 beendet sein.

Entlastung durch modernisierte Züge

Zusätzliche Erleichterungen für lärmgeplagte Anwohner von Bahnstrecken erwartet Josel darüber hinaus von einer Modernisierung der Züge. Bis 2021 sei es geplant, vor allem die Güterzüge mit neuartigen Bremsen auszustatten, schreibt das Abgeordnetenbüro. Der Zuglärm vermindere sich damit um 10 Dezibel, was in der subjektiven Wahrnehmung einer Halbierung gleichkomme.

Weitere Themen des Gesprächs mit dem Konzernbevollmächtigten waren der Vorschlag Rosenthals, die freien Flächen nördlich der Gleise für den Bau eines Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) zu verwenden, sowie der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe in der Region Main-Spessart und im Landkreis Würzburg. „Wir werden weiter eng in Kontakt mit der DB-Leitung in Bayern und in Berlin bleiben“, betont Bundestagsabgeordneter Bernd Rützel. Vor allem im Bereich der barrierefreien Bahnhofssanierung seien ihm zu Folge noch viele Aufgaben offen. Die SPD-Politiker dringen mit Nachdruck auf ein Nachfolgeprogramm für das ab 2018 abgelaufene Förderprogramm für ein barrierefreies Bayern.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Abgeordnetenbüros von Georg Rosenthal

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