Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Mainfränkische Wirtschaft im Aufwärtstrend

Konjunkturelle Delle durchschritten

Die mainfränkische Wirtschaft befindet sich in einem konjunkturellen Aufwärtstrend. Die Unternehmen berichten von gestiegenen Auftragsvolumina im In- und Ausland. Die konjunkturelle Delle aus dem zweiten und dritten Quartal 2014 scheint damit laut IHK durchschritten zu sein.

Stabiler Arbeitsmarkt

Der IHK-Konjunkturklimaindikator ist im Vergleich zur Umfrage zum Jahreswechsel um 11,6 Punkte gestiegen und liegt aktuell bei 123,8 Punkten. Der Anstieg folgt aus einer branchenübergreifenden Verbesserung der Lage- und Erwartungsmeldungen. „Die optimistischen Erwartungen zu Jahresbeginn haben sich im ersten Quartal demnach auch in Auftragsbüchern der Unternehmen bestätigt.“, so die IHK. Als Gründe für die positive regionale Konjunkturentwicklung nennt die Wirtschaftskammer den stabilen Arbeitsmarkt, das damit verbundene günstige Konsumklima, vergleichsweise niedrige Verbraucherpreise und Zinsen, der weiter moderate Ölpreis sowie den schwachen Eurokurs.

Globale Risiken

Das günstige regionale Konjunkturklima dürfe allerdings nicht über weiterhin bestehende, globale Risiken hinwegtäuschen. Die mainfränkische Exportquote von 42,2 Prozent im Jahr 2014 verdeutlicht die Abhängigkeit der heimischen Industriebetriebe von der Konjunkturentwicklung im Ausland. Darüber hinaus können sich die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen auch bei der Konjunktur auswirken. Als Beispiele könnten hier die Regelungen und Auswirkungen des Mindestlohns, die Umsetzung der Erbschaftssteuerreform sowie die Rente mit 63 genannt werden.

Zunehmender Optimismus

Insgesamt sieht die IHK, dass die mainfränkische Wirtschaft mit Schwung in das Jahr 2015 gestartet ist. Die Geschäftslage hat sich weiter verbessert und der Ausblick hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten ist von zunehmendem Optimismus geprägt. Damit bestätigen die regionalen Konjunkturmeldungen den Trend der Bundesregierung (1,8 Prozent BIP-Wachstum für 2015 und 2016) und der Forschungsinstitute, die ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr 2015 zuletzt durchweg angehoben haben.

Exporterwartungen in Eurozone aufgehellt

Die Konjunktur in der Eurozone war in den zurückliegenden Monaten von einer vergleichsweise schwachen Dynamik gekennzeichnet. Wie eine Studie des DIHK zeigt (Reformmonitor, März 2015), wurden eine Reihe notwendiger Strukturreformen und Haushaltskonsolidierungsprogramme bereits angestoßen. Was langfristig positiv zu bewerten ist, hat das Wachstum kurzfristig gebremst. Die Entwicklung der Auftragseingänge der mainfränkischen Industriebetriebe aus der EU verlief daher in den zurückliegenden drei Jahren schleppend. Den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2015 zufolge zeichnet sich in den kommenden Monaten hier eine Verbesserung ab. Wie stark der Impuls ausfällt und ob der Trend bereits stabil ist, bleibt jedoch abzuwarten.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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