Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der Digitalfunk ist bei den Feuerwehren im Landkreis angekommen

Erste Geräte übergeben

OCHSENFURT / LKR. WÜRZBURG. Im Dezember 2014 wurde der Vertrag mit dem Lieferanten unterzeichnet, jetzt wurden die ersten Digitalfunkgeräte an die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Würzburg übergeben.

In der Zwischenzeit mussten die einzelnen Gemeinden im Zusammenwirken mit ihren Feuerwehren anhand ihrer Fahrzeugausstattung die benötigten Handsprechfunkgeräte und Fahrzeugfunkgeräte bestellen.

Jetzt konnten in der Taktisch-Technischen-Betriebsstelle (TTB), die für den Landkreis Würzburg derzeit sehr beengt provisorisch in der Außenstelle des Landratsamtes in Ochsenfurt untergebracht ist, die ersten Funkgeräte übergeben werden.

Landrat Eberhard Nuß machte sich vor Ort ein Bild von der beengten Situation in den Räumlichkeiten und versprach, sich um eine andere Unterbringung für den Fachbereich Digitalfunk der Kreisbrandinspektion und der TTB zu kümmern.

Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle Würzburg

Die Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) für den Digitalfunk ist für die Auslieferung der Funkausstattung an die Landkreis-Feuerwehren zuständig. In großen Kartons stapeln sich derzeit die Funkgeräte, Einbaumaterialien und Zubehör und warten darauf, in Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle Würzburg für die Feuerwehren programmiert und in die Datenbanken für den Funkbetrieb aufgenommen zu werden. Pro Funkgerät sind vom rein ehrenamtlich besetzten Team rund 20 Minuten vorbereitende Arbeiten zu erledigen.

Bei voraussichtlich rund 1.200 Digitalfunkgeräten bei den Feuerwehren im Landkreis Würzburg, bittet Kreisbrandrat Heinz Geißler um Verständnis, dass dies nicht von heute auf morgen und für alle Feuerwehren zeitgleich erledigt werden kann.

Nach derzeitigen Planungen, soll ab ca. 2016 der Funk an den Einsatzstellen im Landkreis Würzburg digital abgewickelt werden. Bis auch der Funk zwischen den Einsatzfahrzeugen und der Leitstelle Würzburg digital abgewickelt werden kann, werden noch weitere Monate vergehen, da durch den G7-Gipfel in Elmau, Lkr. Garmisch-Partenkirchen die dort zuständigen Leitstellen in der Reihenfolge des digitalen Ausbaus vorgezogen wurden.

Neben der technischen Betreuung der Digitalfunkgeräte für die Landkreis-Feuerwehren beschäftigt sich das vierköpfige Team der TTB außerdem mit dem Ausbildungskonzept, dass den rund 5.500 Feuerleuten im Landkreis Würzburg die neuen Funktionen und Möglichkeiten, die der Digitalfunk gegenüber dem derzeit noch im Einsatz befindlichen analogen Funk bietet, vermitteln soll.

Im Bild Landrat Eberhard Nuß mit dem ehrenamtlichen Team der Taktisch-Technischen Betriebsstelle und Kreisbrandrat Heinz Geißler bei der Übergabe der Digitalfunkausstattung an die Freiw. Feuerwehr Altertheim.

Text und Foto: Dirk Wiesner, Kreisbrandinspektion Würzburg

Welche Vorteile hat der BOS Digitalfunk?

Digitalfunk BOS auf einen Blick:

  • alle BOS kommunizieren in einem Netz,
  • Möglichkeiten, Rufgruppen ad hoc und zentralgesteuert in einem Einsatz zu kombinieren,
  • Möglichkeit der Nutzung von sogenannten taktisch-betrieblichen Zusammenarbeitsrufgruppen (TBZ-Gruppen) zur BOS– und/oder länderübergreifenden Zusammenarbeit
  • hohe und verlässliche Verfügbarkeit,
  • Abhörsicherheit des Funkverkehrs,
  • verbesserte Sprachqualität (ohne „Rauschen“) im Vergleich zum Analogfunk,
  • schmalbandige Datenübertragung sowie,
  • verschiedene Dienste, z.B. GPS, Statusinformationen und Kurznachrichten (SDS).

Diese Eigenschaften machen den Digitalfunk BOS zu einem modernen und leistungsfähigen Arbeitsmittel für den täglichen Einsatz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

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