Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Uni feiert Stiftungsfest

Auftakt durch Akademisches Orchester

Am vergangenen Montag feierte die Uni Würzburg in der Neubaukirche ihr Stiftungsfest. 613 Jahre nach der Erstgründung durch Fürstbischof Johann von Egglofstein im Jahr 1402 standen auch 2015 herausragende Forscher und Förderer sowie die Zukunft der Uni im Mittelpunkt der Feier. Für einen stimmungsvollen Auftakt beim Stiftungsfest in der Neubaukirche sorgte das Akademische Orchester der Universität. Danach ging Universitätspräsident Alfred Forchel auf die wichtigsten Themen des zurückliegenden Jahres ein.

Belastung der Hochschulen wächst

Ein beherrschendes Thema ist der weiterhin ungebrochene Andrang auf Studienplätze an der Uni Würzburg. Im vergangenen Wintersemester waren knapp 28.000 Studierende eingeschrieben. „Auch in Zeiten des demographischen Rückgangs müssen wir davon ausgehen, dass das Interesse an einem Studienplatz unter den Schulabgängern weiter wächst – und damit die Belastung der Hochschulen“, sagte Forchel.

Es sei eine Herausforderung für die Uni, Fakultäten und Verwaltung, sicherzustellen, dass Lehre und Forschung auch unter weiter steigenden Studentenzahlen mit hoher Qualität erfolgten. Vor diesem Hintergrund lobte Forchel „Kolleginnen und Kollegen aus der Universität und den Einsatz von Förderern“. In Zeiten „knapper Mittel“ sei die Erschließung weiterer Finanzierungswege „für einige Aufgaben das Mittel der Wahl“.

Hohe Bedeutung der Systemakkreditierung

Weiterhin betonte Forchel die Bedeutung der anstehenden Systemakkreditierung für die Uni Würzburg. „Ziel ist es, anstelle der Akkreditierung der einzelnen Studiengänge durch externe Agenturen ein internes Qualitätssicherungssystem für die Studiengänge zu etablieren und zu akkreditieren, das dann diese Aufgabe übernimmt“, sagte Forchel. Es sei ein „gewaltige Aufgabe“, alle Vorarbeiten abzuschließen. Der Präsident dankte allen Beteiligten des unter Federführung von Vizepräsidentin Andrea Szczesny stehenden Projekts. „Ich hoffe, ihnen 2016 von ersten Ergebnissen aus dem Systemakkreditierungsprozess berichten zu können“, so Forchel.

Abschließend warf er einen Blick auf eine weitere große Herausforderung mit vielen Chancen für die Uni Würzburg: „Ab 2018 wird eine weitere Exzellenzinitiative herausragende Konzepte von Universitäten fördern.“ Um die Julius-Maximilians-Universität als forschungsstarke Universität zu positionieren, fördere man in der gesamten Universität Felder mit Wissenschaftlern mit internationaler Strahlkraft. Hierzu habe die Uni im Juli 2014 das Emil-Hilb-Programm aufgelegt: „Es hat das Ziel, forschungsstarke Bereiche bei der Vorbereitung und Durchführung kooperativer Projekte zu unterstützen“, sagte Forchel.

21 ausgezeichnete Promotionen

Im Anschluss übergab Alfred Forchel mit Unterfrankens Regierungsvizepräsident Andreas Metschke die gemeinsamen Promotionspreise der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft und der Universität Würzburg. 21 herausragende Doktorarbeiten erhielten eine Auszeichnung. Der mit 5.000 Euro dotierte Röntgenpreis der Universität und des Universitätsbundes ist für herausragende Nachwuchswissenschaftler bestimmt. Er ging in diesem Jahr an die Ägyptologin Eva Lange. In seiner Laudatio sagte Alfons Ledermann, Schriftführer des Universitätsbundes: „Mit Eva Lange wird eine hochengagierte Nachwuchswissenschaftlerin ausgezeichnet, um die uns Einige beneiden. Sie verbindet auf einzigartige Weise archäologische und philologische Kompetenz.“

Kreativität und Verantwortung in der Wissenschaft

Die Festrede hielt Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung. Er trug dem Publikum seine Gedanken zum Thema „Kreativität und Verantwortung in der Wissenschaft“ vor. Krulls Fazit für die Zukunft der Universitäten: Es gelte, eine nachhaltige Kultur der Kreativität zu fördern. Das sei unter anderem mit einem klaren Lehr- und Forschungsprofil sowie mit explizit formulierten ethischen Standards zu erreichen. Zusätzlich müssten die Universitäten in gemeinsamer Verantwortung mit den Geldgebern den nötigen Freiraum für das „Generieren kreativer Ideen“ schaffen.

Medaillen für verdiente Persönlichkeiten

Im Anschluss an die Festrede traten Personen in den Mittelpunkt, die sich in der Vergangenheit um die Universität außergewöhnlich verdient gemacht haben. Biologie-Professor Martin Heisenberg bekam die Röntgenmedaille als Wissenschaftspreis verliehen. Die Medaille ist eine Auszeichnung für Förderer und Sponsoren; als Wissenschaftspreis wird sie aber auch an herausragende Persönlichkeiten aus der Forschung vergeben. Für besondere Verdienste um die Universität wurden die Medaillen „Bene merenti“ verliehen.

In Gold gingen sie in diesem Jahr an die Professoren Stefan Silbernagl (Physiologie) und Andreas Warnke (Kinder- und Jugendpsychiatrie). Auch der frühere Vizepräsident Georg Kaiser erhielt die Medaille in Gold. Mit der silbernen Verdienstmedaille wurde Ursula Rdest aus der Biologie ausgezeichnet. Die musikalische Begleitung der Feier übernahm das Akademische Orchester der Universität unter der Leitung von Markus Popp. Außerdem spielte Lilo Kunkel ein Stück auf der Schuke-Orgel. Nina Liewald aus dem Präsidialbüro moderierte das Fest, das mit einem Empfang im Foyer der Neubaukirche endete.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg

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