Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Promi trifft Profi beim Blindenfußball

Inklusives Sportfest NoLimits

Prominente Würzburger aus Politik und Sport mischten beim inklusiven Sportfest NoLimits mit. Besonders beim Blindenfußball-Match der Bundesligaspieler von Vital-Sportverein (VSV) und Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg tummelten sich einige bekannte Gesichter auf dem grünen Kunstrasen. „Blind zu kicken ist unglaublich schwer“, fasste Würzburgs stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer ihre Eindrücke nach dem Spiel zusammen. „Schon nach kurzer Zeit fehlt jegliche Orientierung auf dem Platz.“ Ihre Hochachtung für die Sportler ist groß: „Es ist beeindruckend, wie zielsicher und rasant sich die Blindenfußballer auf dem Platz bewegen.“

„Blindenfußball bedeutet mir viel“

Zusammen mit Prominenten wie Uni-Kanzler Uwe Klug, Landtagsabgeordneter Kerstin Celina, dem Leiter des Sportreferates der Stadt Würzburg Muchtar Al Ghusain, dem Marketing-Manager der Würzburg Baskets Christian Dierl oder dem Ex-Fechtweltmeister Dieter Schneider erfuhr die Landrätin hautnah, welche Leistung die blinden Kicker von VSV und BFW Würzburg vollbringen.

Im Bundesliga-Team der Würzburger neu dabei ist Dean Ferge. Der 25-Jährige hat im BFW, einem Bildungszentrum für Menschen mit Seheinschränkung, die Punktschrift erlernt und bereitet sich gerade auf seine weitere berufliche Karriere als Physiotherapeut vor. „Blindenfußball bedeutet mir viel“, erläutert er den hohen Stellenwert, die die körperbetonte Sportart für ihn hat. „Auf dem Platz kann mich frei bewegen und werde als Fußballer wahrgenommen“, betont er. Sein Ziel ist es, im Sommer sein erstes Bundesligaspiel für die Würzburger zu bestreiten.

Barrieren in den Köpfen abgebaut

Schon seit 2010 dabei ist Würzburgs sehender Blindenfußball-Nationaltorhüter Enrico Göbel. Der 32-Jährige verlebte – zumindest während des Einlagespiels – einen ruhigen Nachmittag. Mehr Arbeit machte dem IT-Ausbilder des BFW Würzburg die monatelange Mitorganisation des Events. „Es war ein wunderbarer Tag mit vielen strahlenden, glücklichen aber auch beeindruckten Gesichtern. Ich bin sicher, dass viele Barrieren in den Köpfen abgebaut wurden.“ Ganz besonderen Dank verdienen laut Göbel allen voran die aktiven Sportler, Unterstützer und vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, ohne die das Sportfest nicht möglich gewesen wäre und er ergänzt: „Es war ein tolles Miteinander, meine Freude über diesen gemeinsamen Sporttag ist grenzenlos, NoLimits eben.“

Viele weitere Sportarten

Neben Blindenfußball konnten die Besucher des Uni-Sportzentrums am Hubland viele weitere Sportarten wie Handbiken, Rollstuhlbasketball, eHockey, Bogenschießen vor Ort ausprobieren. Weltmeister-Biathletin Kati Wilhelm, die wie Nationaltorwart Enrico Göbel im thüringischen Steinbach-Hallenberg aufgewachsen ist, und Würzburgs vielfacher Freiwasser-Schwimmweltmeister Thomas Lurz waren ebenfalls mittendrin im Geschehen. Die nächste NoLimits-Veranstaltung in Würzburg ist für 2017 geplant.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Berufsförderungswerk Würzburg 

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