Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Autor Georg Klein in der Universitätsbibliothek

„Erzählband in Arbeit“

Der Schriftsteller Georg Klein liest am Mittwoch, 20. Mai, um 19.30 Uhr in der Universitätsbibliothek aus einem „Erzählband in Arbeit“. Die Veranstaltung läuft im Rahmen der „Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur“. Gast der Würzburger Werkstattgespräche ist in diesem Semester der aus Augsburg stammende und jetzt in Ostfriesland lebende Erzähler Georg Klein. Er gehört zu der nicht so großen Zahl deutscher Gegenwartsautoren, die einen wirklich unverkennbaren eigenen Sound entwickelt haben.

Agenten und Detektive

Wer sich einmal in eines von Kleins phantastischen Sprachgebäude begeben hat, wird bei einem nächsten Besuch das Ambiente bald wiedererkennen, auch wenn es zugleich jedes Mal ein ganz anderes und neues ist. Georg Klein ist ein Freund literarischer Genres, die gemeinhin als trivial gelten, denen er in seinen Anwandlungen aber immer wieder einen ganz eigenen und nicht trivialen Stempel aufzudrücken vermag. Sein erster Roman „Libidissi“ (1998) ist in der Grundanlage eine Agentengeschichte, sein zweiter „Barbar Rosa“ (2001) ein Detektivroman.

Menschen auf dem Mars

Sein „Roman unserer Kindheit“ (2010), für den er den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, variiert das Genre der Kinderbandengeschichte und spielt in einer Neubausiedlung der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, in der sich unschwer der Augsburger Stadtteil Bärenkeller erkennen lässt. Sein bislang letzter Roman „Die Zukunft des Mars“ (2013) ist eine Variation des Science-Fiction-Genres. Allerdings ist hier von der Science, also der Wissenschaft, bei den Menschen, die einst zum Mars aufbrachen, nicht mehr viel zu sehen. Längst sind die Nachkommen der Pioniere von der Erde abgeschnitten und auf den Stand einer weitgehend schriftlosen Urgesellschaft zurückgefallen.

Lesung aus aktuellen Erzählungen

Neben seinen Romanen hat Georg Klein immer auch Erzählungen verfasst, die in den Bänden „Anrufung des blinden Fisches“ (1998), „Von den Deutschen“ (2002) und „Die Logik der Süße“ (2010) versammelt sind. Auch aktuell arbeitet er wieder an kürzeren Texten, die sich, wie er andeutet, „mit allerlei Grünzeug“ befassen. Aus diesem im Entstehen begriffenen Band wird er in Würzburg lesen. Nicht vergessen werden darf, dass es sich bei Georg Klein auch um einen begnadeten Vortragskünstler handelt. Zuvor war bereits von seinem ‚eigenen Sound‘ die Rede – dieser kommt natürlich vor allem dann zur Entfaltung, wenn man ihn aus dem Mund des Autors selbst hört.

Die Werkstattgespräche

Zwei bis drei Mal jährlich finden in der Zentralbibliothek Am Hubland „Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur“ statt. Diese Lesungen werden vom Institut für Deutsche Philologie der Universität Würzburg und der Universitätsbibliothek mit Unterstützung des Alumni-Vereins der Universität veranstaltet. Der Eintritt ist frei. Mehr dazu findet Ihr hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg

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