Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Auch zweite „DIREKT“- Runde erfolgreich

Brücke in die Wirtschaft aufbauen

Das Projekt „DIREKT – Brücke Studium-Wirtschaft“ startete im Herbst 2013 als Kooperation zwischen der Universität Würzburg, der IHK Würzburg-Schweinfurt und dem Technologie- und Gründerzentrum Würzburg. „Gemeinsam mit regionalen Unternehmen wollen wir unseren Studierenden mit diesem Programm die Möglichkeit bieten, bereits während ihres Studiums eine Brücke in die Wirtschaft zu bauen und sich damit neue Karriereperspektiven in einem erweiterten Berufsfeld zu erschließen“ sagt Universitätspräsident Alfred Forchel.

Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Im Oktober 2014 erhielten die ersten 30 erfolgreichen Absolventen des Programms ihre Zertifikate. Nun wurden 37 weiteren erfolgreichen Teilnehmern Ihre Universitätszertifikate überreicht. „Es war eine tolle Erfahrung, die mich nicht nur beruflich sondern auch persönlich definitiv weiter gebracht hat“, sagte Teilnehmerin Laura Michelfeit. „Die Studierenden erhöhen mit einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sehen die Studenten durch die Praktika auch, welche interessanten Unternehmen wir in Mainfranken zu bieten haben“, sagte Jürgen Bode, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt.

Großes Engagement und Chancen

Die Studierenden bewiesen großes Engagement. Die umfangreichen Projektaufgaben forderten hohen geistigen und zeitlichen Einsatz, der in der eigentlich vorlesungsfreien Zeit oft zu Klausuren, Hausarbeiten oder Staatsexamensprüfungen des regulären Studiums hinzu kam, wie Uni-Vizepräsidentin Andrea Szczesny in Ihrer Ansprache lobend anerkannte. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Nicht nur der Erhalt des Zertifikats entschädigt für die viele Arbeit. Für viele haben sich durch die Programmteilnahme neue Möglichkeiten eröffnet.

Oftmals wollten Teilnehmer und Unternehmen auch über das vermittelte Praktikum hinaus weiter zusammenarbeiten – als Nebenjob, weiteres Praktikum oder auch mit der Aussicht auf eine reguläre Anstellung. Auch die Unternehmen profitieren von dem Studienprogramm. Volker Wedde vom Handelsverband Bayern e.V. hatte selbst einen Praktikanten bei sich und zeigt sich begeistert: „Die Initiative DIREKT liefert einen tollen Ansatz, indem es interessierte Geisteswissenschaftler auf eine wirtschaftsorientierte Karriere vorbereitet.“

Gelungene Initiative

„Sicher war in den praktischen Phasen manches Neuland für die Praktikanten, das sie aber auch durch die zusätzlichen Seminare an der Würzburger Universität schnell ‚erobert‘ haben. Auch unser Handelsverband konnte dafür vor allem von dem hohen Interesse und Einsatzwillen sowie der sprachlich hervorragenden Ausdrucksfähigkeit und der schnellen Auffassungsgabe profitieren. Kurzum: Eine gelungene Initiative, die hoffentlich fortgesetzt werden kann“, so Wedde.

Fortführung noch unsicher

Diese Hoffnung teilen auch die Projektträger. „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren eine äußerst erfolgreiche Pilotphase mit dem Programm gefahren. Nach dem ersten Durchlauf gab es sehr gutes Feedback, sodass wir mit den gemachten Erfahrungen das Programm weiter verbessert haben. Im zweiten Durchgang erhielten wir von allen Seiten sehr positive Rückmeldungen, die nun in die Konzeption eines Folgeprojekts einfließen“, sagt Marie-Christin Hogreve aus dem Projektteam der Uni. Das TGZ Würzburg, DIREKT-Kooperationspartner, sieht auch für die Unternehmen ein Gewinnpotential.

Die Evaluationsergebnisse zeigten, dass die Unternehmen in dem Programm einen Beitrag zur Fachkräftesicherung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sehen. „Darüber hinaus halten nahezu alle Unternehmen es für sehr sinnvoll, dass Studierende aller Fachrichtungen sich zusätzliche betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen“, sagt Frank Albert vom TGZ. Das Projekt wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unterstützt. Derzeit werden neue Finanzierungsmöglichkeiten geprüft, um das Programm künftig zumindest in ähnlicher Form anbieten zu können.

Das Projekt

Studierende der Geisteswissenschaften sowie der Lehrämter erhalten in dem Programm die Chance, sich durch eine zusätzliche Qualifizierung für einen Berufseinstieg in der Wirtschaft fit zu machen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Dabei werden ihnen in Blockseminaren sowohl allgemeine BWL-Kenntnisse vermittelt als auch – je nach Wahl – Kenntnisse zu speziellen Bereichen wie beispielsweise Marketinginstrumente, Projektcontrolling, Einkaufsstrategien oder Trends im E-Commerce.

Um deren Anwendung zu erleben und praktische Erfahrungen zu sammeln, absolvieren die Teilnehmenden zusätzlich ein achtwöchiges Praktikum in Wirtschaftsunternehmen der Region. Damit sollen ihnen attraktive Karrierechancen eröffnet und den Unternehmen qualifizierte junge Fachkräfte angeboten werden, die über vielfältige Kompetenzen verfügen. Gleichzeitig können künftige Spitzenkräfte in der Region gehalten werden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg

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