Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Neues Radverkehrskonzept: Schutzstreifen als Standard

Workshop zum Radverkehrskonzept

Im dritten Workshop zum Radverkehrskonzept wurde intensiv gearbeitet. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Christian Schuchardt stellte das Aachener Verkehrsplanungsbüro BSV das neue Radverkehrskonzept vor, in das bereits zahlreiche Vorschläge der Würzburger Bürger eingeflossen sind. Anschließend diskutierte der Radverkehrsbeirat die Details in vier von einem Moderationsteam begleiteten Arbeitsgruppen.

Sicher, kostengünstig und praktisch

Für das Netz der Hauptverbindungen, das alle Stadtteile und wichtigen
Ziele Würzburgs berücksichtigt, soll es zukünftig Schutzstreifen geben.
Schutzstreifen sind sicher, kostengünstig und praktisch, erläuterte Dr.
Reinhold Baier (BSV). So könne man beispielsweise als Radfahrer andere Radfahrer leicht überholen, was auf einem erhöhten Radweg auf Grund der beschränkten Breite nicht möglich sei. Durch die bessere Sichtbarkeit der Radfahrer passierten auch weniger Unfälle. Der Radverkehrsbeirat begrüßte diese Lösung.

Eine weitere Neuerung des Radverkehrskonzepts: Alle Einbahnstraßen, in denen es möglich ist, sollen für den Radverkehr freigegeben werden. Das bedeutet, dass zusätzlich zu den bisher 16 freigegebenen Einbahnstraßen weitere 16 aus Sicht von BSV bedenkenlos geöffnet werden können. Bei zwölf weiteren Einbahnstraßen gab es Diskussionsbedarf, der Radverkehrsbeirat empfahl für die Hälfte dieser kritischen Fälle eine Öffnung. Die Münz- und Peterstraße als wichtige Achse soll aus Sicht des Gremiums sogar als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Mangel an Fahrradabstellanlagen

Der eklatante Mangel an geeigneten Fahrradabstellanlagen soll laut
Radverkehrskonzept ebenfalls behoben werden. Hierzu sind im Kernbereich 4.300 weitere Fahrradparkplätze nötig, in der gesamten Innenstadt sind es 7.500. Die Arbeitsgruppe des Radverkehrsbeirats empfahl hierzu Radstationen am Bahnhof und im Kernbereich. Im Kernbereich können bestehende Parkhäuser genutzt werden und neue Fahrradabstellanlagen auf bisherigen Pkw-Abstellflächen entstehen. Einig war sich die Arbeitsgruppe „Stärkung des Radverkehrs“, dass alle diese Maßnahmen durch eine breite Image- und Aufklärungskampagne begleitet werden müssen.

Zufrieden mit Ergebnissen

Hierbei stehen insbesondere die Schulen und die Autofahrer im Fokus. Heribert Düthmann, Leiter der Fachabteilung Stadtentwicklung zeigt sich zufrieden mit der dreistündigen intensiven Arbeit: „Wir haben gute Ergebnisse erzielt. Einige Maßnahmen werden bereits umgesetzt, zum Beispiel werden neue Fahrradleihstationen werden. Im Vergleich mit andern Städten muss sich Würzburg nicht verstecken.“ 

Das Radverkehrskonzept soll im Herbst bzw. Winter 2015 fertig gestellt sein und wird dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Mehr Informationen zum Radverkehrskonzept findet Ihr hier.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg

 

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