Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Keine Überraschungen im Halbfinale der Endrunde

Halbfinale der Deutschen Squash Liga

In der Deutschen Squash Liga wurden am Freitag die Halbfinalspiele der fotobuch.de Bundesliga-Endrunde in Würzburg ausgetragen. Zuerst standen sich der Paderborner SC und der SC Monopol Frankfurt gegenüber. Paderborn setzte sich erwartungsgemäß mit 4:0 gegen die Frankfurter durch. In der zweiten Begegnung standen sich anschließend Black & White Worms und die Sport-Insel Stuttgart gegenüber. Der Favorit Worms wurde seiner Rolle gerecht und bezwang die Stuttgarter mit 3:1.

Klare Rollenverteilung

In der ersten Begegnung zwischen dem Titelverteidiger Paderborn und den Frankfurtern, waren die Rollen klar verteilt: Der zehnfache Rekordmeister aus Ostwestfalen war der haushohe Favorit, die Frankfurter, für die das Erreichen der Endrunde bereits der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war, schien kaum in der Lage, dem etwas entgegenzusetzen. Vor Allem, weil die Hessen ohne Profi auf der Position eins antraten, waren sie im Vorfeld zum Kanonenfutter degradiert worden. Doch die Frankfurter zogen sich äußert tapfer aus der Affäre und fielen nicht zuletzt, aber keineswegs allein, wegen der zahlreich mitgereisten Fans positiv auf.

Parderborn siegt in drei Sätzen

An Position vier standen sich im ersten Spiel der Partie, zunächst Paderborns Lennart Osthoff (DRL 8) und Frankfurts Julian Wolllny (DRL 83) im ASB Glass-Court gegenüber. Wollny gewann den ersten Durchgang, es schien aber, als sei danach sein Pulver verschossen, denn Osthoff gewann die folgenden drei Sätze, somit das Match und holte den ersten Punkt für die Ostwestfalen.

In der nun folgenden Begegnung der Positionen drei, traf Raphael Kandra (WRL 52) auf Kai Wetzstein (DRL 12). Obwohl Kandra seinem Gegner spielerisch jederzeit überlegen zu sein schien, gestaltete Wetzstein die Begegnung streckenweise ausgeglichen und hielt tapfer dagegen. Dennoch siegte der Paderborner scheinbar ohne große Mühen in drei Sätzen.

Paderborn erster Finalist der Endrunde

Als nächstes standen sich auf der Spitzenposition der Würzburger Lokalmatador in Reihen der Paderborner, Simon Rösner (WRL 7), und für Frankfurt spielende Saarländer, Johannes Voit (DRL 16), gegenüber. Rösner war jederzeit Herr im Ring und setzte sich somit in drei Sätzen über seinen Kontrahenten hinweg. Schließlich trafen noch, im Duell der Positionen zwei, Paderborns Kolumbianer Miguel Angel Rodriguez (WRL 5), und Florian Silbernagl aufeinander.

Silbernagl konnte streckenweise dem Tempo des Kolumbianers folgen, ohne dessen Sieg jeweils zu gefährden. So gewann Rodriguez das Match in drei Sätzen und Paderborn die Begegnung gegen Frankfurt klar mit 4:0. Obwohl die Spieler auf Seiten der Frankfurter durch das Fehlen eines Profis aufrücken mussten und dadurch gegen ihren weit überlegenen Gegner nicht den Hauch einer Chance zu haben schienen, schafften die Hessen es, sich würdevoll aus der Affäre zu ziehen. Somit stand mit dem Paderborner SC der erste Finalist der Endrunde fest.

Worms trifft auf Stuttgart

Die zweite Halbfinalpaarung des Tages hieß Black & White Worms gegen Sport-Insel Stuttgart. Worms galt als der Favorit, obwohl sie, wegen der Verletzung ihrer Nummer eins Nick Matthew (ENG, WRL 2), geschwächt in Würzburg antraten. Die Stuttgarter hatten dennoch nicht mehr, als eine Außenseiter-Chance gegen die Wormser. Im ersten Einzelspiel sollte gleich eine Vorentscheidung fallen.

Mit Carsten Schoors Sieg über Stuttgarts Marco Deeg nahmen die Wormser den Schwaben gleich den Wind aus den Segeln, denn eine Überraschung wäre nur mit Siegen auf den Postionen eins und vier denkbar gewesen. Deeg mangelte es nicht am Willen, vielleicht hatte er dessen zu viel, denn er machte zu viele Fehler, gegen einen routiniert agierenden Schoor. Der Wormser setzte sich klar in drei Sätzen gegen den Schwaben durch. 

Zweiter Punkt für Worms

Als nächstes waren die beiden Dreier, Tim Weber (WRL 125, DRL 3) und Patrick Gässler (DRL 85), an der Reihe. Als Gässler in einem durchweg ausgeglichenen ersten Satz, am Ende mit 12:10 im Tiebreak gewann, witterte der Stuttgarter Anhang wieder Morgenluft. Doch das Spiel wurde von den beiden Kontrahenten auf solch hohem Tempo geführt und war durchwachsen von kleinen taktischen Scharmützeln, dass am Ende der Spieler die Oberhand behielt, der Momentan mehr Turnier-Spielpraxis auf höherem Niveau besitzt: Tim Weber. Letztendlich war Weber in vier Sätzen über Gässler erfolgreich und holte den Wormsern den zweiten Punkt.

Stuttgarts „französischer General“

In der vorletzten Partie des Abends traf Stuttgarts eins, der „französische General“, wie er von den Moderartoren von Squash TV genannt wird, auf Jens Schoor (WRL 62). Der Stuttgarter brachte durch einen klaren 3:0-Sieg über Schoor, seinem Team scheinbar ohne große Mühen den ersten Punkt.

Im letzen Spiel des Halbfinals spielten David Palmer (AUS, beste WRL 1, im Jahr 2001) und einer der Stuttgarter Nachwuchshoffnungen, der 22-jährige Valentin Rapp (DRL 6) gegeneinander. Palmer stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass er mit seinen 38 Jahren, zwar reifer geworden ist, aber noch genau weiß, was im Court zu tun ist. So gewann der Australier, in Wormser Diensten, in drei Sätzen gegen Rapp und Worms entschied das Halbfinale mit 3:1-Spielen für sich.

Paderborner SC vs. Black & White RC Worms

So lautet das Finale der fotobuch.de Bundesliga-Endrunde 2015, am Samstag, 9. Mai, um 15 Uhr, . Vor ausverkaufter Kulisse, in der Halle des TSC Heuchelhof, wird Paderborn versuchen, den Vorjahreserfolg zu wiederholen und Titel Nummer elf nach Paderborn zu holen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von ZSM Events Squash-Action in Würzburg

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