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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Zweiter Würzburger Staffelmarathon gegen Krebs

Laufen gegen Krebs

Am Sonntag, den 17. Mai 2015, findet im Rahmen des iWelt-Marathons der 2. Würzburger Staffelmarathon „Lauf gegen Krebs“ statt. Für die Benefiz-Veranstaltungen werden noch Läuferteams gesucht, die nicht nur die sportliche Herausforderung reizt, sondern die darüber hinaus helfen wollen, die Versorgung von Brustkrebspatientinnen zu verbessern.

Spende an „Hilfe im Kampf gegen Krebs“

Bei der Benefiz-Veranstaltung teilen sich pro Team drei bis acht Läuferinnen und Läufer die gut 42 Kilometer lange Strecke untereinander beliebig auf. „Die Staffelvariante ermöglicht es auch nicht ganz so konditionsstarken Sportlerinnen und Sportlern, am Marathon teilzunehmen. Beispielsweise für Firmen und Geschäfte ist dies eine gute Möglichkeit, sich bei einer publikumsträchtigen Veranstaltung für einen guten Zweck zu präsentieren“, sagt Günter Herrmann vom Stadtmarathon Würzburg e.V., der sowohl den Staffelmarathon wie auch den iWelt-Marathon insgesamt organisiert. Von den 200 Euro Startgebühr pro Team gehen 125 Euro als Spende an „Hilfe im Kampf gegen Krebs“. Bei Kinder- und Jugendteams mit Teilnehmern im Alter von 10 bis 18 Jahren beträgt die Startgebühr 100 Euro.

Promi-Lauf von Daniel Sauer

Eine weitere Sonderaktion mit Bezug zur Volkskrankheit Krebs ist in diesem Jahr der Promi-Lauf mit Daniel Sauer. Der Geschäftsführer der Handballer der DJK Rimpar Wölfe wird dabei zusammen mit 21 Mitgliedern und Familienangehörigen der Frauenselbsthilfe nach Krebs einen Halbmarathon absolvieren. Während der Handballer die gesamten 21 Kilometer laufen wird, werden ihn die Vertreter der Selbsthilfegruppe jeweils einen Kilometer lang begleiten. Die Aktion füllt das Motto „Gemeinsam im Kampf gegen Krebs! Gemeinsam sind wir besser!“, mit denen die Rimparer Wölfe das Anliegen des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ schon seit längerem unterstützen, ein weiteres Mal mit Leben. „Zusammen mit den Frauen und Angehörigen der Selbsthilfegruppe zu laufen, wird ein sehr emotionales Erlebnis für mich. Ich freue mich sehr, meinen Teil zu einer tollen Veranstaltung beitragen zu dürfen“, kommentiert Daniel Sauer.

Einnahmen dienen Information von Brustkrebspatientinnen

Die Einnahmen aus der Wohltätigkeitsveranstaltung sollen in diesem Jahr dazu genutzt werden, um den Brustkrebspatientinnen der Würzburger Universitätsfrauenklinik in Zukunft spezielle Informationsmappen zur Verfügung stellen zu können. Prof. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik, berichtet: „Der Informationsbedarf unserer Patientinnen geht weit über die Möglichkeiten des Arztgespräches hinaus. Deshalb erarbeiten wir zusammen mit verschiedenen Selbsthilfegruppen eine maßgeschneiderte Unterlagensammlung, die neben praktischen Handlungsempfehlungen, die das Leben während und nach der Krebstherapie erleichtern, auch gebündelt Ansprechpartner und Kontakte benennt.“

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Breast Care Nurse aus Spendenmitteln

Die Patientenmappen sollen ferner die demnächst an der Würzburger Universitätsfrauenklinik tätige Breast Care Nurse in ihrer Arbeit unterstützen. „Die Krankenschwestern mit diesem vergleichsweise neuen Berufsbild begleiten Brustkrebspatientinnen vor allem auf einer emotionalen Ebene“, berichtet Prof. Wöckel. „Sie bleiben von der Diagnosestellung bis zur Nachsorge an der Seite der Patientinnen, beraten, klären Fragen, nehmen Sorgen und Nöte wahr, geben Hinweise auf Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten und helfen mit Pflegetipps.“ Finanziert mit Mitteln des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ wird noch im Jahr 2015 an der Würzburger Universitätsfrauenklinik eine solche Stelle geschaffen.

Zeitnahmechip ersetzt den Staffelstab

Die Staffelläufer starten im letzten Startblock des iWelt-Marathons nach 9:00 Uhr. Dabei trägt der/die Startläufer/in einen Zeitnahmechip, der per Klettband am Fuß befestigt wird. Diesen gibt er/sie beim Wechsel an den/die nächste/n Läufer/in weiter. Wo die Wechsel erfolgen, kann jede Staffel selbst entscheiden. Die Staffelläufer/innen dürfen sich an den Verpflegungsstationen, die sie unterwegs passieren, versorgen. Im Ziel gibt es Finishermedaillen für alle. „Eine Wertung mit Platzierungen wird es für die Staffeln nicht geben, es zählen der gute Zweck und die Freude am Laufen“, erläutert Günter Herrmann.

Marathon-Messe als Informationsplattform

Wie gewohnt, wird auch in diesem Jahr der iWelt-Marathon am 16. und 17. Mai begleitet von einer Messe rund um das Thema Laufen, bei der die Partner und Sponsoren der Veranstaltung die Gelegenheit haben, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ wird mit einem Stand im Congress Centrum Würzburg vertreten sein. Hier geht es um Aufklärung und Prävention im Kampf gegen Krebs: Die Frauenselbsthilfe nach Krebs und die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg stehen an beiden Tagen für Gespräche mit Interessierten zur Verfügung.

Laufen gut gegen Krebs

Neben der Gelegenheit, laufend Gutes zu tun und der Chance, sich über die Situation von Krebskranken zu informieren, gibt es noch einen weiteren Aspekt, der eine sinnhafte Brücke zwischen dem Staffellauf und der Onkologie schlägt. „Wir wissen heute, dass sportliche Aktivität jeglicher Art positive Einflüsse auf Krebserkrankungen hat. Dies gilt insbesondere für das Mammakarzinom“, schildert Prof. Wöckel und fährt fort: „Sportarten wie Laufen und Joggen reduzieren nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken, sondern können auch helfen, nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung das Zurückkehren der Krankheit zu verhindern.“ Schon während der Therapiephase zeigen Sport und Bewegung laut dem Direktor der Würzburger Universitätsfrauenklinik günstige Effekte. Prof. Wöckel: „Häufig treten unter einer notwendigen Strahlen- oder Chemotherapie Müdigkeit und Erschöpfungssymptome auf. Studien haben klar gezeigt, dass regelmäßige Bewegung diese Symptome deutlich verringern kann.“

Ein mustergültiges Zusammenwirken

Das Universitätsklinikum Würzburg unterstützt den Stadtmarathon Würzburg e.V. bei der Akquise der Laufteams, beispielsweise durch die Herausgabe von Infofaltblättern oder durch Veröffentlichungen in den Sozialen Netzwerken. „Der Staffelmarathon ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie durch eine gute Idee die breite Öffentlichkeit, gemeinnützige Vereine und das Uniklinikum Würzburg zusammenwirken können, um einerseits das Bewusstsein für die Herausforderung Krebs zu schärfen und andererseits auf mehrfach sinnvolle Art Spenden für dessen Bekämpfung zu sammeln“, sagt Prof. Christoph Reiners. Der Ärztliche Direktor des UKW zitiert in diesem Zusammenhang den US-amerikanischen Laufexperten John Bingham: „Das Wunder ist nicht, dass ich ins Ziel gekommen bin. Das Wunder ist, dass ich den Mut hatte, loszulaufen.“

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg.

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