Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Nach tödlichem Verkehrsunfall auf A3: Weitere Ermittlungen

Ermittlungen dauern weiter an

ASCHAFFENBURG. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A3 bei Aschaffenburg dauern die Ermittlungen der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach weiterhin an. Insbesondere geht es dabei um die Rekonstruktion des exakten Unfallhergangs. Auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger eingebunden.

Wie bereits berichtet, war ein Mercedes Kleintransporter kurz vor 22.00 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs. Auf Höhe von Aschaffenburg platzte offenbar ein Hinterreifen des Wagens, wodurch der Fahrer offensichtlich die Kontrolle verlor und zunächst gegen die Außenleitplanke prallte. In der Folge kippte der Transporter seitlich auf die Fahrerseite und kam dann auf dem linken Fahrstreifen zum Liegen.

41-Jähriger Mann beim Überqueren der Fahrbahn erfasst

Die drei Insassen, darunter eine 42-Jährige und ein acht Jahre älterer Mann aus dem Raum München sowie der Fahrer konnten sich daraufhin wohl selbst aus dem Sprinter befreien. Beim Überqueren der Fahrbahn wurde der 41-Jährige Fahrer allerdings von einem herannahenden BMW erfasst und tödlich verletzt.

Der 62-jährige BMW-Fahrer aus dem Hohenlohekreis prallte in der Folge gegen den auf der Fahrbahn liegenden Sprinter und schleuderte durch die Wucht des Aufpralls gegen die Mittelbetongleitwand. Er und sein 24-jähriger Beifahrer kamen mit dem Schrecken leicht verletzt davon.

Eine 25-Jährige aus dem Landkreis Würzburg, die mit ihrem Opel unterwegs war, hatte dem auf der Straße liegenden Kleintransporter noch ausweichen können. Sie kollidierte aber mit auf der Fahrbahn liegenden Trümmern und Ladungsteilen aus dem Kleintransporter. Die Frau erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihre beiden im Fahrzeug mitfahrenden Hunde blieben unverletzt und wurden vorübergehend in polizeiliche Obhut genommen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg war noch in der Nacht ein Sachverständiger am Unfallort. Die Fahrzeuge wurden sichergestellt. Von den folgenden Begutachtungen erhoffen sich die Beamten jetzt nähere Erkenntnisse zum genauen Unfallhergang. Außerdem bitten die Ermittler um Zeugenhinweise. Wer Angaben zum Unfallgeschehen machen kann oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/ 857-2530 zu melden.

Der insgesamt entstandene Sachschaden dürfte sich um Bereich von 100.000 Euro bewegen. Die A3 war in Fahrtrichtung Nürnberg bis etwa 03.00 Uhr komplett gesperrt. Die Polizei richtete eine Umleitung ein. Mit im Einsatz waren neben dem Notarzt auch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren.

Folgeunfälle im Rahmen der Vollsperrung

Im Rahmen der Vollsperrung der A3 kam es im Zuge der Verkehrsumleitung zwischen den Ausfahrten Aschaffenburg und Aschaffenburg-Ost durch das Stadtgebiet von Aschaffenburg noch zu zwei Kleinunfällen.

Gegen 23.40 Uhr touchierte im Stau auf der A 3 bei Stockstadt ein Münchner VW Passat beim Fahrstreifenwechsel einen ungarischen Sattelzug. Bilanz: 1.000 Euro Sachschaden. Gegen 01.50 Uhr rollte eine Solo-Sattelzugmaschine aus Wesel bei zähflüssigem Verkehr auf der A 3 bei Aschaffenburg beim Anfahren leicht zurück und stieß gegen einen nachfolgenden Sattelzug aus Heidelberg.

Die Schadenshöhe beträgt in diesem Fall etwa 11.000 Euro. Zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen kam es durch diese beiden Unfälle nicht.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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