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Hepatitis C: Information, Hilfe und Beratung in Unterfranken

Unklare Symptome

Unklare Symptome und diffuses Unwohlsein sind erste Hinweise auf eine Hepatitis C-Erkrankung, die von den Betroffenen oft zunächst nicht wahrgenommen und in vielen Fällen bei einer Routineuntersuchung durch Zufall diagnostiziert wird.

Zwischen der Ansteckung und der Diagnose liegen nicht selten mehrere Jahre. Zwischenzeitlich hat das Virus ernsthafte Leberschäden verursacht, denn das eigene Immunsystem ist kaum in der Lage, sich dagegen zu wehren. Dennoch zeigen zeitigen Behandlungsmethoden bei frühzeitiger Diagnose guten Erfolg.

Chronische Hepatitis C und seine Folgen

Die Übertragung des Virus‘ erfolgt in erster Linie über das Blut und andere Körperflüssigkeiten. Das heißt, ebenso wie beim HI-Virus sind hier ungeschützter Geschlechtsverkehr und Drogenkonsum mit verunreinigtem Besteck die Hauptursachen. Eine Ansteckung durch Blutspenden oder Bluttransfusionen ist mittlerweile dank strenger Kontrollen so gut wie ausgeschlossen. Ebenso sind in Tattoo- und Piercingsstudios nach deutschem Standard die Hygienevorschriften so hoch, dass das Risiko entsprechend gering ist.

Leberschäden

Da die Krankheit selten im Frühstadium erkannt wird, verläuft sie in den meisten Fällen chronisch und hat zum Zeitpunkt der Diagnose bereits folgenreiche Schäden an der Leber verursacht. Aus der zunächst harmlosen Leberentzündung entsteht im Verlauf von etwa 15 bis 25 Jahren in den meisten Fällen eine Leberzirrhose; bei etwa vier Prozent der Erkrankten gipfelt sie in tödlichen Leberkrebs.

Erste Symptome

Erste Symptome einer chronischen Hepatitis C sind deutlich verringerter Appetit und starke Müdigkeit, Leistungsabfall und Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen sowie in den Gelenken. Ist die Leber nur leicht entzündet, treten Beschwerden kaum oder gar nicht auf.

Vorbeugung, Beratung, Therapie

Die Heilungschancen bei einer frühzeitigen Erkennung sind inzwischen sehr gut. Eine kombinierte Standardtherapie zielt darauf ab, dass auch nach einem halben Jahr nach Ende der Behandlung keine Viren mehr nachweisbar sind. Da es noch keine Impfseren gegen Hepatitis C gibt, sind Aufklärung und Vorbeugung unverzichtbar.

Beratungsstellen im Umkreis

In Nürnberg besteht bereits seit August 2000 eine Selbsthilfegruppe mit Beratungsstelle, die Hepatitishilfe Mittelfranken e.V. Sie steht den Betroffenen sowie ihren Familienangehörigen und Freunden mit Rat und Tat zur Seite – auf Wunsch auch anonym. Die Beratung ist kostenlos. Auf Wunsch werden Betroffenen Fachärzte und andere wichtige Kontaktdaten vermittelt; außerdem führt sie Veranstaltungen zur Prävention durch und bietet Zugang zu einer umfangreichen Fachbibliothek.

Weitere Anlaufstellen & Informationen

Eine weitere Anlaufstelle für Betroffene in Unterfranken ist die Drogenberatung Würzburg. Sie arbeitet mit dem DHCF Deutsches Hepatits C Forum e.V. zusammen und bietet umfangreiche Informationen über die Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten und ist Ansprechpartner vor allem für Drogenkonsumenten, die unter Hepatitis C leiden.

Weitere Informationen um Netz zu der Erkrankung finden Sie auf hepatitis-c.europa-apotheek.com oder auf apotheken-umschau.de/Hepatitis-c.

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