Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Gibt es hier jemanden, der…“

Keine dummen Fragen?

Facebook-Gruppen wie „Uni Würzburg“ sind eine tolle Sache: Man kann Erfahrungen mit anderen Studierenden austauschen, diese bei Problemen um Rat fragen und innerhalb kürzester Zeit erhält man meist schon eine brauchbare Antwort. Es heißt zwar immer, es gäbe keine dummen Fragen – aber unlängst ist Michael, Student aus Würzburg und Mitglied der Gruppe, der Kragen geplatzt. Stein des Anstoßes die Frage „Gibt es hier irgendjemanden, der studiert und mir ein paar Fragen beantworten kann?“

Der Fragen-beantwortende Messias

„Glaubt Ihr wirklich, dass Euch auf solche dämlichen Fragen jemand auf gut Glück anschreibt und sich als erstaunlicherweise in Euer Anforderungsprofil passender Fragen-beantwortender Messias entpuppt?“, schreibt Michael in der Uni-Gruppe. Und damit ist er nach eigener Ansicht nicht alleine, er spreche nur aus, was die meisten ohnehin schon denken. Wer eine Frage hat, solle diese einfach direkt und präzise stellen, denn dann würden die anderen Mitglieder diese auch beantworten, so Michael.

Faulheit oder mangelnde Selbstständigkeit?

„Ein Großteil der Fragen ließe sich schon durch 10 Sekunden Google beantworten“, kritisiert Michael. Die meisten Studierenden seien also schlichtweg zu faul, selbst zu recherchieren und ließen deshalb andere die Arbeit für sich machen. „Ob das wirklich ökonomischer und zeitsparend ist, ist fraglich. Entweder sind diejenigen zu faul oder es mangelt ihnen tatsächlich an Selbstständigkeit. In der Schule gab es jedes Jahr einen festen Stundenplan, die Lehrer haben einem den Stoff quasi vorgekaut und dann in kleinen mundgerechten Häppchen serviert.“

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