Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Post-Streik: Tausende Paketsendungen werden verzögert

Paketzusteller legen ihre Arbeit nieder

In diesen Tagen müsst Ihr länger als normal auf Eure Pakete warten, denn bei der Deutschen Post kommt es heute erneut zu Warnstreiks. Unter anderem die Paketzusteller der Niederlassung in Würzburg wurden von der Gewerkschaft Verdi dazu aufgefordert, ihre Arbeit niederzulegen. Zahlreiche Pakete würden deshalb frühestens am Samstag ausgeliefert, äußerte Verdi gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Nach Angaben der Gewerkschaft ist der Warnstreik eine Reaktion auf den gescheiterten Handlungsversuch am 27. und 28. April. Weitere Verhandlungen sind für den 8. und 9. Mai geplant.

Bruch tarifvertraglicher Vereinbarungen

Hintergrund für diesen Tarifstreit sei der Aufbau eines flächendeckenden Netzes in der Paketzustellung. Im Zuge dessen seien 49 regionale Gesellschaften unter dem Dach der Posttochter DHL Delivery gegründet worden. Dort würden die Beschäftigten jedoch geringer entlohnt als in der Muttergesellschaft. Während die Post von der Schaffung neuer Arbeitsplätze spreche, sehe Verdi dies als Versuch des Konzerns, den Haustarifvertrag zu umgehen, so der BR. Dies sei ein Bruch tarifvertraglicher Vereinbarungen über das Verbot der Fremdvergabe im Bereich der Paketzustellung.

Rund eine Million Briefsendungen verzögert

Die Warnstreiks wurden erst gestern Abend von der Gewerkschaft bekannt gegeben. „Die Arbeitsniederlegungen sollten die Internationale Post am Flughafen Frankfurt Main treffen, eine Spezialniederlassung der Deutschen Post“, so der BR. Dadurch würden im gesamten Bundesgebiet rund eine Million Briefsendungen und etwa 9.000 Paketsendungen ins Ausland verzögert. Verdi habe außerdem mit weiteren Aktionen gedroht.

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