Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Frei.Wild“ Plakate nach Bürgerbeschwerde entfernt

Vorsorgliche Entfernung

Die Würzburger Straßenbahn GmbH ließ Plakate der umstrittenen Band „Frei.Wild“ von den Schaukästen der Straßenbahnhaltestellen entfernen. Die Vermietung der Werbeflächen wurde an ein deutschlandweit aktives Werbeunternehmen vergeben. Laut Manuel Schön ist diesem Werbeunternehmen vertraglich verboten, Werbung, die „gegen die Gesetze, die guten Sitten, behördliche Bestimmungen oder die Interessen der WVV oder der Stadt“ verstößt an den innerstädtischen Wartehallen anzubringen. Auch Werbung mit politischem und religiösem Inhalt sei nicht gestattet.

„Frei.Wild“ als „ultranationalistische“ Band

Die WSB habe die Plakate „vorsorglich entfernen“ lassen, so Schön. Die Rockband ist nicht verboten, aber sehr umstritten. Politische Einrichtungen wie das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin schätzen „Frei.Wild“ als „ultranationalistisch“ ein. Die erfolgreiche Band selber weist all diese Vorwürfe von sich und bezeichnet sich als patriotisch. Die Musiker aus Südtirol verkauften in insgesamt 13 Jahren mehrere 100.000 CDs und landeten regelmäßig in den Top Ten der Deutschen Charts.

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Beschwerden der Bürger

Die Bürger haben sich beschwert, da die Band „ob gewollt oder ungewollt, zumindest im Verdacht steht, Personen im rechten Spektrum anzusprechen“, so Schön. Vor dem Hintergrund, dass sich Menschen in Würzburg offenbar deutlich an diesem Umstand und an der Werbung gestört haben, hat die WSB in Abstimmung mit dem Werbeunternehmen veranlasst, die Plakate zeitnah auszutauschen.

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