Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Rendezvous der Länder“ – Neueröffnung im Kulturspeicher

Sammlung von Peter C. Ruppert

Am Sonntag, 10. Mai, um 17 Uhr lädt das Museum im Kulturspeicher zur Neupräsentation der „Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ ein. Der Eintritt ist frei. In den letzten Jahren wurde die Kollektion durch den Sammler Peter C. Ruppert weiter vergrößert. Dies geschah stets im Austausch mit dem Museum im Kulturspeicher Würzburg, wo die Sammlung als Dauerleihgabe seit 2002 beheimatet ist. Insbesondere die Länder Ungarn und Polen erfuhren mit Werken mehrerer Künstler beträchtliche Zuwächse in der Sammlung. Der Sammler Peter C. Ruppert wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Kunst aus 23 europäischen Nationen

Insgesamt wurden in den letzten Jahren 28 Werke neu erworben, die bisher für das Publikum noch nicht in der Sammlung zu sehen waren – Grund genug, nach vier Jahren die gesamte Kollektion neu zu präsentieren. Dafür wurden alle sechs Räume der Sammlung, das heißt der gesamte südliche Trakt im Museum im Kulturspeicher, neu gestaltet und nahezu alle Werke wechselten ihren Platz. Ging es bei der letzten Präsentation primär um Künstlergruppierungen und Künstlervereinigungen, so ist diesmal das Motto „Rendezvous der Länder“.

Hier stehen die unterschiedlichen Spielarten der Konkreten Kunst in einzelnen Ländern im Fokus: Kunst aus 23 europäischen Nationen präsentiert sich auf 1.850 qm. Dabei ist auch die Konkrete Kunst der ehemaligen DDR mit überzeugenden Beispielen vertreten. Sie ist eingebettet und zugleich herausgehoben im Bereich der Konkreten Kunst in Deutschland. Diese bildet einen der Schwerpunkte der Sammlung und präsentiert sich nun in zwei gegenüber liegenden Räumen im ersten Stockwerk.

International einzigartige Sammlung

In ihrer Lebendigkeit, ihrer Qualität und ihrem europäischen Anspruch dürfte die Sammlung Peter C. Ruppert international einzigartig sein. Unbekümmert um den Zeitgeist, bietet sie einer Kunst eine Plattform, die sich nach Vorläufern in Bauhaus und Konstruktivismus vor allem in den 1950er und 1960er Jahren in Europa vielfältig weiter gestaltete und bis heute von ihrer Faszination nichts eingebüßt hat. Wie im Namen angegeben, konzentriert sich die Sammlung auf Konkrete Kunst aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und verfolgt ihre Entwicklungen bis heute.

Seit den Anfängen hat die Konkrete Kunst eine besondere Affinität zur Mathematik, ohne Wissenschaft zu illustrieren. Den Vertretern der Konkreten Kunst geht es um die Schaffung einer autonomen bildnerischen Welt, die Fragen nach Dynamik und Ruhe, Gleichgewicht und Spannung, Zufall und Ordnung nachgeht und damit Grundfragen des Lebens berührt. In ihren starken Kontrasten, der intensiven Farbigkeit und ihrem oft suggestivem Einsatz von Licht erzielt sie bei aller logischen Konstruktion überraschende visuelle Wirkungen.

Werke von 252 europäischen Künstlern

Bis heute sind 416 Werke von 252 europäischen Künstlern in der Sammlung enthalten. Diese überzeugende kulturelle Botschaft dokumentiert sich seit 2002, dem Eröffnungsjahr des Museum im Kulturspeicher mit der Sammlung Konkrete Kunst, in der ehrenvollen Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Kulturspeicher Würzburg

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