Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Rapper Scripta veröffentlicht EP „Zur Stadt“

Stadtfluch(t) & der ständige Abschied

Der Neu-Würzburger Rapper Scripta veröffentlichte im März 2015 seine aktuelle EP „Zur Stadt“. Diese handelt von Gedanken in und um Würzburg im Speziellen und die Stadtbeziehung im Allgemeinen. Auf seiner Facebook Seite hat er das Werk zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.
Unscharfe Lichter mühen sich, den ansonsten düsteren Wegen der Stadt Konturen zu geben. Schritte wandeln im grauen Potpourri aus Hektik und Leere. Der Rapper Scripta betritt in seinem Video „Zur Stadt“ die Bühne Würzburg nicht gerade im gleißenden Licht. Die Worte künden von dem, was auf seiner gleichnamigen, seit März zum kostenlosen Download, erschienenen EP Raum wiederfindet: Gedanken um die Stadt, aus der Stadt und in die Stadt – Gedanken zur Stadt.

In und um diese Stadt

Den Rapper trieb es im Oktober 2013 nach Würzburg. In den acht Songs seines Würzburg-Debuts „Zur Stadt“ lässt er die verschiedenen Perspektiven seiner Stadtwerdung miteinander um Deutungshoheit ringen: Welcher Gedanke triumphiert im Jetzt, in und um diese Stadt. Nicht einfach, ist sie doch unglaubwürdig und Inspirationsquelle zugleich. Die Anonymität einerseits, die Möglichkeiten der Masse andererseits. Und mittendrin Scripta und seine Beziehungen. Ob die zur an Distanz leidenden Liebe, zu Freunden, neu und alt, Familie oder zur Zukunft. An all diesen Gedankenwelten, welche sein Leben ausmachen, arbeitet er sich konzeptionell ab.

Mit 11 Jahren

Seine Rap-Vita begann mit elf Jahren als Junior. Von Anfang an ging es um Spaß und gemeinsame Musik. Für und Gegeneinander, wie es sich im Genre so ziemt. Nach ein paar Projekten mit MXC, trat sein Alter Ego Scripta auf den Spielplan. Als dieser veröffentlichte er 3 EPs und es entstand daraus die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit Joe Zilla. Er wirkt maßgeblich auf dem aktuellen Release mit und ist wie Scripta Teil der 2012 gegründeten Ansbacher Wortschmiede High Class Entertainment.

Realität und Traum

Entwicklung zieht sich wie ein roter Faden durchs Scriptas Veröffentlichungen. Anfangs noch wild zusammengewürfelte Themen und viele Diss-Tracks vertonend, entstand spätestens mit dem letzten Werk „Zeig mir deine Titten, ich hab Abi“ der Gedanke des thematischen Konzepts. Ging es damals noch überwiegend um das Erlangen und Auskosten von Freiheit, dem Gefühl des Lebenstraumlebens, verhandelt er in „Zur Stadt“ das Eindringen der Realität in das Traumkonzept Freiheit. Die Struktur eines Albums mit einem Überthema zu versehen empfindet Scripta, wie so vieles, als nicht eindeutig: „Es macht das Schreiben einfacher, da es fokussierter sein muss, jedoch gleichzeitig schwieriger, da es mich auch einengt.“

Alles andere als Stillstand

Für die Zukunft steht bei Scripta alles andere als Stillstand auf dem Zettel. In den nächsten Wochen wird das Debut-Album der neunköpfigen Rapcombo High Class Entertainment veröffentlicht. Zudem sind noch Videos zum aktuellen Solowerk „Zur Stadt“ geplant. Hier gilt der andauernde Dank seinem Bruder Aaron von WatchFilms. Ihn lässt er im Booklet deshalb dankend wissen: „Du bist der visuelle Teil von Scripta.“ Spannend bleibt, welche Wörter sich zukünftig aus Scriptas Gedanken den Weg aufs Papier bahnen. Bisher hatten sie eindeutig die Fähigkeit, die Hörer in die Geschichten hineinzuziehen. Doch was vermögen sie, falls die Entwicklung anhält?

Hier findet Ihr Scripta online:

Facebook: https://de-de.facebook.com/Scripta.official
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCtZ6KQDMgHBO5fQMOM14eyw/feed

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