Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Spitzentechnologie in der Würzburger Universitäts-Zahnklinik

Weltweiter Technologie-Vorreiter

Der Behandlungssaal für die Studierenden der Zahnerhaltung am Würzburger Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit erhielt in diesem Frühjahr eine Runderneuerung. Im Mittelpunkt der Neuanschaffungen stehen 24 topaktuelle High-Tech-Behandlungseinheiten. Mit dieser Ausstattung ist die Einrichtung weltweiter Technologie-Vorreiter in der zahnmedizinischen Ausbildung und in den Möglichkeiten der Patientenversorgung.

1,3 Millionen Euro Runderneuerung

Pünktlich zum Beginn des Sommersemesters Anfang April dieses Jahres waren die Umbauarbeiten am Behandlungssaal der Zahnerhaltung in der Würzburger Universitäts-Zahnklinik abgeschlossen. Rund sieben Wochen hatte es gedauert, um den Raum komplett neu auszustatten: Bodenbelag, Einrichtung, EDV. Investitionskosten: fast 1,3 Millionen Euro. „Das Update war dringend notwendig – schließlich war die vorherige Einrichtung über 20 Jahre alt und für die vorhandenen Geräte gab es teilweise schon gar keine Ersatzteile mehr“, schildert Prof. Gabriel Krastl, der Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW).

Ausbildungsplätze für 96 Studierende

Der Behandlungssaal der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie ist durch Trennwände in sogenannte Boxen unterteilt, in der jeweils eine Behandlungseinheit steht. An jeder Behandlungseinheit können parallel etwa vier Studierende aus dem 7. und 10. Semester ausgebildet werden, insgesamt also bis zu 96.

Hohe Behandlungsqualität zum kleinen Preis

Pro Box arbeiten gleichzeitig immer zwei Studierende mit dem Patienten, eine/r als Behandler/in und eine/r als Assistenz. „Die enge Studentenbetreuung durch Assistenten, Oberärzte und Professoren und die großzügig bemessenen Behandlungszeiten garantieren in jedem Fall eine qualitativ hochstehende Behandlung. Zudem werden im Studentenkurs deutlich günstigere Konditionen angeboten als bei regulären Behandlungen“, betont Prof. Schlagenhauf. Und Prof. Krastl ergänzt: „Kommen Sie zu uns, die Ausstattung und die Betreuung sind optimal, nur dauert es etwas länger, als eine Sitzung bei einem niedergelassenen Zahnarzt.“

Livebilder aus dem Mund

Die Neugestaltung war speziell bei den Behandlungseinheiten mit einem bedeutenden Technologiesprung verbunden. Die 24 neuen Patientenstühle samt Arzteinheit und Peripheriegeräte gelten als die derzeitige Königsklasse. So ist jede dieser Einheiten mit einer Intraoral-Kamera ausgestattet. Mit ihr lassen sich sowohl die Befunde im Mund, wie auch die Behandlungsvorgänge aufzeichnen und auf einen großen, hochauflösenden Bildschirm an der Behandlungseinheit übertragen. „Diese Technik gibt uns völlig neue Möglichkeiten in der Patientenaufklärung wie auch in der Dokumentation und der Lehre“, freut sich Prof. Ulrich Schlagenhauf, der die Abteilung für Parodontologie an der Würzburger Universitäts-Zahnklinik leitet. Zum Arztelement der neuen Behandlungseinheiten gehört ein Touchscreen-Computer, ähnlich einem Tablet-PC. Hier können Patientendaten sicher und komfortabel eingegeben und aufgerufen werden.

Mikroskope für die Detailarbeit

Zwei mobile Mikroskope ergänzen die Neuausstattung des Behandlungssaals. „Diese ziehen wir speziell dann hinzu, wenn es um das Erkennen und Therapieren feinster Strukturen geht, wie zum Beispiel der Wurzelkanäle bei Zahnwurzelbehandlungen“ erläutert Prof. Krastl. Auch hier ist es möglich, die gewonnenen Bilddaten auf dem Monitor der jeweiligen Behandlungseinheit anzuzeigen.

Weltweit wenige Ausbildungseinrichtungen auf hohem Niveau wie Würzburg

Prof. Krastl: „Die Patienten profitieren in Zukunft neben einem Komfortgewinn durch das entfallende Abformen vor allem von noch präzisieren und haltbareren Restaurationen, die darüber hinaus noch wesentlich schneller zur Verfügung stehen als jene, die auf dem klassischen Weg über ein Dentallabor gefertigt werden.“ Für den Klinikdirektor ist schon heute klar, dass diese Technologie in spätestens zehn Jahren der allgemeine Standard in der restaurativen Zahnmedizin sein wird. Unter dem Strich kann man lauf Prof. Krastl davon ausgehen, dass es nach der jetzt abgeschlossenen Modernisierung derzeit weltweit nur sehr wenige andere Ausbildungseinrichtung der Zahnerhaltung auf so hohem technischen Niveau gibt, wie in Würzburg.

Studenten behandeln Euch

Ihr müsst zum Zahnarzt oder braucht eine zahnärztliche Beratung ? Fortgeschrittene Studenten im klinischen Teil ihres Studiums behandeln an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie selbstständig Patienten unter begleitender Aufsicht der betreuenden Assistenz- und Oberärzte. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT