Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Oberligist aus Weiden kegelt Kickers aus dem TOTO-Pokal

Weiden die bessere Mannschaft

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, heißt es so schön. Und so kann es zu solch wunderbaren Fußballabenden kommen, wie der Mittwochabend einer war – zumindest aus Sicht des Außenseiters. Denn der Tabellendritte der Bayernliga Nord, die SpVgg SV Weiden, hat im heimischen Sparda-Bank-Stadion den Bayerischen Amateurmeister und Spitzenreiter der Regionalliga Bayern, die Würzburger Kickers, glatt mit 3:0 (1:0) bezwungen und zieht damit ins Endspiel des Toto-Pokal ein. „Die Mannschaft hat eine ausgezeichnete Leistung geboten und war über 90 Minuten lang sogar das bessere Team. Das Ergebnis spiegelt definitiv den Spielverlauf wider“, bilanzierte Weidens Sportlicher Leiter Thomas Binner nach der packenden Partie.

450 Zuschauer

Vor den Augen von 450 Zuschauern, unter denen sich auch BFV-Präsident Rainer Koch befand, begannen die Gastgeber zunächst abwartend, ehe sie ihre Chance witterten. In der 32. Spielminute sandte Weidens Ralf Egeter einen ersten gefährlichen Torschuss Richtung Kickers-Gehäuse. Nur drei Zeigerumdrehungen später kamen die Schützinge von Trainer Christian Stadler zu einem Eckstoß, den Peter Schecklmann in der Folge per Kopf verwandelte (34.) Mit der sensationellen Führung im Rücken sollte es in die Kabine gehen.

Keine Chancen für Würzburg

In den zweiten 45 Minuten sahen sich die Gäste aus Unterfranken nun in der Pflicht, doch der Elf von Trainer Bernd Hollerbach ergaben sich keine nennenswerten Möglichkeiten gegen die vielbeinige Abwehr des Bayernligisten. Ganz im Gegenteil: In der 55. Minute trug die SpVgg einen mustergültigen Konter vor, den Egeter zum 2:0 abschloss. Nervös und wütend rannte die Hollerbach-Truppe weiter gegen die Weidener an; nach allen Kräften bemüht, das Pokal-Aus zu verhindern. Stattdessen sollte es noch dicker kommen: Friedrich Lieder besorgte nach einer feinen Einzelleistung die Entscheidung (78.). In den Schlussminuten ließen die Oberpfälzer noch clever die Uhr herunterlaufen und qualifizierten sich somit völlig verdient für das Toto-Pokal-Finale, in dem die SpVgg als klassenniedrigster Vertreter Heimrecht genießen wird. „In der Bayernliga sind wir raus aus dem Titelrennen. Umso schöner, dass die Erfolgsgeschichte Toto-Pokal für uns weiter geht“, sagte Binner abschließend.

Am 6. Mai findet das zweite Halbfinale statt. Um 19 Uhr treffen dann die SpVgg Oberfranken Bayreut und die SpVgg Unterhaching aufeinander.

Der Artikel beruht auf einer Mitteilung des Bayerischen Fussballverbands. 

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