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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Bittenfeld siegt im Spitzenspiel gegen die Wölfe

Ideale Voraussetzungen

Es hätte alles so perfekt werden können für die Überraschungsmannschaft des Jahres aus Rimpar. Die Voraussetzungen waren gegeben um dem unerwarteten Traum in der zweiten Handball Bundesliga einen großen Schritt näher zu kommen, sowohl was die Ausgangsposition in der Tabelle betrifft, als auch das Selbstvertrauen war nach vier Siegen in Serie vorhanden und mit der seit Tagen ausverkauften s.Oliver Arena, deren Kulisse die moralische Unterstützung sicherstellt, war ebenfalls der passende Rahmen geschaffen.

Mehr begleitet als attackiert

Schon die ersten Aktionen zeigten bei den Grün-Weißen eine leichte Mischung aus Respekt und Unsicherheit, als sowohl im Angriff der allerletzte Zug zum Tor manchmal fehlte und auf der Gegenseite die bekannt wurfstarken Rückraumspieler der Gäste mehr begleitet als attackiert wurden. So markierte der Zweimeter-Hüne Dominik Weiß mit seinem Kracher zum 1:3 nach drei Minuten bereits den dritten Treffer aus der Distanz. Erst nach sechs Minuten, als die in der Abwehr deutlich beherzter zupackenden Gäste ihre erste Zeitstrafe absitzen mussten, kamen die Hausherren besser ins Spiel und konnten durch Sebastian Kraus zum 5:5 ausgleichen.

Partie auf Augenhöhe

Ab hier verlief die Partie auf Augenhöhe, ganz zur Freude der mit fiebernden Zuschauer in der brodelnden Arena, in welcher die ca. 200 Gästefans für einen deutlich hörbaren Gegenpol sorgten. Den zwischenzeitlichen 6:8 Rückstand nach einem Schweikardt Treffer, egalisierte Dominik Schömig mit zwei Toren hintereinander, bevor Jan Schäffer beim 9:8 für die umjubelte erste DJK Führung sorgte. Es sollte die einzige des ganzen Spieles bleiben.

Zu viele Fehler

Bis zur Pause hielten die stets torgefährlichen Bittenfelder die eigene Fehlerquote nahe Null und während die Torhüter auf beiden Seiten durch tolle Paraden glänzten, waren es bei den jungen Gastgebern ein paar Fehler zu viel, welche den Vorteil wieder zu den Schwaben wechseln ließ, so dass mit einer dem Spielverlauf entsprechenden 2-Tore Gäste Führung die Seiten gewechselt wurden.

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Heimsieben blieb bissig

Wieder waren es nach dem Wiederanpfiff ein paar Unkonzentriertheit bei den Wölfen, die zwar häufig einen Akteur freispielen konnten, dann aber den letzten Ball zu ungenau spielten, oder einfache Pässe nicht zu fassen bekamen, was den lauernden Wild Boys in die Karten spielte. Im Stile einer Spitzenmannschaft nahmen sie die Geschenke an und zogen schnell auf 12:16 davon. Doch die Heimsieben blieb bissig, bis zur vierzigsten Minute war nach einem Schmitt Treffer beim 16:17 der Anschluss wieder hergestellt und der Lautstärkepegel auf den Rängen steigerte sich von Minute zu Minute. Michael Schweikardt schloss eine bestens genutzten Überzahlzeitraum zum 16:20 für seine Farben ab, aber die Wölfe waren nun ebenfalls heiß gelaufen. Winkler, Schmitt und zweimal Brielmeier brauchten fünf Minuten um beim 20:20 die Halle in ein Tollhaus zu verwandeln und die letzten acht Minuten mussten nun die Entscheidung bringen.

TVB feiert Rückkehr auf Tabellenplatz 2

Vor allem jetzt war die deutlich größere Erfahrung der große Trumpf der Gäste, die strukturiert und präzise ihre Kanoniere Dominik Weiß und Djibril M`Bengue in Position brachten, die gnadenlos ihre Würfe versenkten. Auf der anderen Seite zeigte der 65-fache kroatische Nationaltorhüter Dragan Jerkovic seine Routine, parierte zum vierten Mal einen Wölfe Strafwurf und wurde mehr und mehr zum unüberwindlichen Hindernis für mit dem Mut der Verzweiflung weiterkämpfenden Hausherren. Doch für eine weitere Wende sollte es nicht mehr reichen und so feierte der TVB mit seinen Fans in Würzburg, mit gleichem Punktestand wie die Wölfe, die Rückkehr auf Tabellenplatz 2, was die Verfolgergruppe noch enger zusammenrücken lässt.

Handballsport auf hohem Niveau

Dennoch war es zweifellos eine Werbung für den Handballsport auf hohem Niveau, welche die ebenfalls mitgenommenen Zuschauer durch tosenden Applaus nach dem Abpfiff bekundeten. Auch wenn sich die Mehrheit in der s.Oliver Arena einen anderen Ausgang gewünscht hatte, honoriert man die Leistung der lokalen Helden, die am Freitagabend zum Großteil direkt von ihrem Arbeitsplatz zum Spitzenpiel fuhren und dort einen beherzten Auftritt ablieferten.

Statistik

Rimpar: Brustmann, Leikauf – L. Spieß, Kraus 2, Schmitt 3, Schömig 4/2, Schäffer 2, Kaufmann 2, Drude, T. Spieß 1, Bötsch 2, Winkler 3, Brielmeier 3, Sauer.
Bittenfeld: Jerkovic, Sdunek – Kienzle, N. Kretschmer 2, Weiß 8, Schweikardt 5, Friedrich 5/1, M’Bengue 4, Baumgarten, Bischoff, Sundberg, Seiz 1, Heib, F. Kretschmer 1.
Siebenmeter: DJK 6/2 – TVB 2/1
Zeitstrafen: DJK 4x 2min – TVB 5x 2min
Zuschauer: 3075 (ausverkauft).
Schiedsrichter: Fabian Baumgart / Sascha Wild (Neuried/Offenburg)

Spielfilm: 0:2, 1:3, 3:5, 5:5, 6:8, 9:8, 9:12, 11:13 (Halbzeit), 11:15, 12:16, 15:16, 16:18, 16:20, 20:20, 21:21, 21:25, 22:26 (Endstand).

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Rimparer Wölfe.

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