Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Erst Warnschuss, dann Beinschuss – Polizei schießt auf 65-Jährigen

Schusswaffengebrauch der Polizei 

WÜRZBURG. Am späten Mittwochnachmittag ist es zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen einen 65-Jährigen gekommen. Der Mann war im Vorfeld mit einer Waffe in der Hand auf Polizeibeamte zugegangen. Mit einer Schussverletzung am Oberschenkel ist er in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Lebensgefahr besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Sanitäter entdecken Schusswaffe

Kurz vor 17:00 Uhr hatten Passanten einen Mann in der Martin-Luther-Straße im Bereich seines geparkten Pkws beobachtet, dem es augenscheinlich nicht gut ging. Zuerst wurde der Rettungsdienst verständigt, der kurze Zeit später vor Ort war. Bei der Kontaktaufnahme mit dem Mann saß dieser in seinem Fahrzeug und die Sanitäter erkannten eine Schusswaffe in der Hand. Sofort alarmierten sie die Einsatzzentrale der Polizei und eine Streife war bereits kurze Zeit später vor Ort.

Erst Warnschuss, dann Beinschuss

Beim Eintreffen der drei uniformierten Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt stieg der 65-Jährige aus seinem Fahrzeug aus und ging mit der Schusswaffe in der Hand auf die Beamten zu. Auf die mehrfache Aufforderung die Waffe wegzulegen, reagierte der Mann nicht und ging weiter auf die Beamten zu. Ein Polizist gab in der Folge zunächst einen Warnschuss in die Luft ab. Auch hier zeigte der 65-jährige keine Reaktion und der Beamte schoss letztlich in den Oberschenkel des Mannes, der danach überwältigt werden konnte.

Keine Lebensgefahr

Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst in ein Würzburger Krankenhaus eingeliefert. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Lebensgefahr. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde ihm dort die vorläufige Festnahme wegen eines versuchten Tötungsdeliktes zum Nachteil der drei eingesetzten Beamten erklärt. Am Donnerstag soll eine Vorführung beim Ermittlungsrichter folgen, der dann entscheiden wird, ob die Untersuchungshaft gegen den Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen angeordnet wird.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Würzburg die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch noch vor Ort übernommen. Dritte Personen sind bei dem Einsatz nicht zu Schaden gekommen.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken. 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT