Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Willi Dürrnagel zeigt Raritäten aus dem alten Würzburg

Fotografien aus der Sammlung Dürrnagel

Seit 1974 sammelt Willi Dürrnagel alles, was mit seiner Heimatstadt Würzburg zu tun hat – und fast täglich kommt etwas Neues dazu. Kein Wunder, dass in der 41-jährigen Sammeltätigkeit eine Menge zusammengekommen ist. Sein Haus in der Sanderau ist voll von oben bis unten. Willi Dürrnagel ist aber keiner, der seine Sammlung und sein damit einhergehendes Wissen für sich behält: In zahllosen Motto-Führungen durch Würzburg, Vorträgen und Ausstellungen lässt er die Bürgerinnen und Bürger an seiner Sammlung und seinem Würzburg-Wissen teilhaben.

Vortrag über seltene Aufnahmen aus dem alten Würzburg

Zuletzt zeigte der passionierte Würzburg-Sammler aus Anlass des 70. Jahrestags der Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 Postkarten und Fotografien in zwei völlig ausgebuchten Lichtbildervorträgen zum Thema „Alt-Würzburg, Zerstörung und Wiederaufbau“. Ins Matthias-Ehrenfried-Haus kamen 300 Besucher und in die Stadtbücherei 200 Besucher. Ein dritter Vortrag wird jetzt folgen. Am Mittwoch, 15. April, 19.30 Uhr wird Willi Dürrnagel im Ehrenfried-Haus in der Bahnhofstraße 4-6 bei freiem Eintritt nochmals seltene Aufnahmen aus dem alten Würzburg zeigen.

Zirkuszelt auf Residenzplatz

Ein Zirkuszelt auf dem Residenzplatz? Heutzutage kann sich das niemand mehr vorstellen. Doch im Jahr 1929 gastierte der Circus Sarrasani tatsächlich vor dem heutigen Weltkulturerbe.

Marktplatz als Parkfläche für Autos

Interessant zum Thema Parken in der Innenstadt ist das Foto, des nach der Zerstörung am 16. März 1945 wieder aufgebauten Falkenhauses, vor dessen Rokoko-Fassade im Jahr 1970 noch die Blechkutschen abgestellt werden durften. Damals war der gesamte Marktplatz noch Parkfläche für Autos. Dass das Falkenhaus 25 Jahre nach der Bombardierung wieder in seiner alten Form und Pracht dastand, kann man kaum glauben, wenn man sich das Bild darunter ansieht. Es zeigt den traurigen Rest, der nach der Bombennacht übrig geblieben war.

Würzburger Theater

Das Theater auf der um 1900 entstandenen Farbabbildung wurde 1804 im Gebäude des ehemaligen Stifts St. Anna eröffnet. Sein Gründer war Reichsgraf Julius von Soden. Schon damals wurde am Theater herumgemeckert. Es sei zu klein konzipiert, der Spielplan mittelmäßig, es fehle an neuen Stücken und die Schauspieler wechselten zu häufig. Die Folge: Nach nur sieben Monaten verkaufte von Soden sein Würzburger Theater an seinen zukünftigen Schwiegersohn.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Willi Dürrnagel.

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