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Erfolg für Rauschgiftfahnder: 30 Kilogramm Haschisch sichergestellt

Zehntausend Euro und 30 kg Haschisch

HASSBERGE. Unter Federführung der Kriminalpolizei Schweinfurt und der Staatsanwaltschaft Bamberg ist am Mittwoch eine der größten Haschischmengen der letzten Jahre im Bereich des Regierungsbezirks Unterfranken sichergestellt worden. Neben rund 30 Kilogramm des Betäubungsmittels fielen den Fahndern auch mehrere zehntausend Euro mutmaßliches Drogengeld in die Hände. Zwei Frauen sitzen in Untersuchungshaft, ein Mann wird jetzt mit Haftbefehl gesucht.

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Den Kriminalbeamten aus Schweinfurt waren Hinweise vorgelegen, dass im Raum Rauhenebrach ein 53-Jähriger schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln betreiben würde. Ähnliche belastende Erkenntnisse lagen auch gegen zwei Frauen im Alter von 40 Jahren aus einer weiteren Gemeinde aus dem Landkreis Haßberge vor. Mit diesen Hinweisen beantragten die Fahnder bei der Staatsanwaltschaft Bamberg Durchsuchungsbeschlüsse für die jeweiligen Wohnungen.

Unterstützt vom Rauschgifteinsatzkommando des LKA

Nachdem diese Beschlüsse vom Ermittlungsrichter erlassen worden waren, tauchten die Polizeibeamten am Mittwoch mit Unterstützung des Rauschgifteinsatzkommandos des Landeskriminalamtes und Diensthundeführern der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt an den Wohnungen auf.

Am Haus des 53-Jährigen war niemand anzutreffen. Fündig wurden die Beamten dennoch, denn in den Räumlichkeiten lagerten insgesamt etwa 7 Kilogramm Haschisch und ein fünfstelliger Bargeldbetrag, der nach ersten Erkenntnissen mit dem Handel von Betäubungsmitteln erwirtschaftet wurde.

Zeitgleich klopften die Beamten an der Wohnungstüre der beiden Frauen. Nach dem Öffnen einer Beschuldigten, versuchte noch die andere Beschuldigte einen Karton mit Haschisch beiseite zu schaffen, was die Fahnder allerdings bemerkten. Im weiteren Verlauf der Maßnahme konnte durch den Rauschgiftsuchhund „Barni“ ein weiterer Karton mit Haschischplatten in einem Versteck im Dachboden „erschnüffelt“ werden.

Bei der Durchsuchung fanden die Polizeibeamten dann insgesamt über 104 Haschischplatten mit einem Gesamtgewicht von etwa 23 Kilogramm. Weiter wurde diverses Beweismaterial sichergestellt, dass auf einen regen Handel mit den Betäubungsmitteln hindeutet.

Die beiden Frauen verbrachten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bamberg die Nacht in Arrestzellen in Haßfurt und Schweinfurt. Am Donnerstagvormittag folgte die angeordnete Vorführung beim Haftrichter des Amtsgerichts Bamberg, der letztlich die Untersuchungshaft gegen beide Beschuldigte anordnete.

Von dem 53-Jährigen fehlt bislang noch jede Spur. Mittlerweile ist aber auch gegen ihn ein Haftbefehl erlassen worden.

Die Sicherstellung von insgesamt etwa 30 Kilogramm Haschisch ist eine der größten Mengen, die innerhalb der letzten Jahre in Unterfranken aus dem Verkehr gezogen wurden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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