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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Forschungsprojekt

Forschungsprojekt für Liturgiewissenschaft und Religionspädagogik

Mit umfangreichen finanziellen Mitteln fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Angaben der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg das auf drei Jahre angelegte, gemeinsame Forschungsprojekt zum Thema „Liturgische Akteure: Normen und gottesdienstliche Praxis“ der Lehrstühle für Liturgiewissenschaft sowie Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts. Geleitet wird es vom Liturgiewissenschaftler Professor Dr. Martin Stuflesser und dem Religionspädagogen Professor Dr. Dr. Hans-Georg Ziebertz.

Liturgische Konzepte werden erforscht

Das Forschungsprojekt der beiden Würzburger Theologen untersucht, wie Priester, Diakone und hauptamtliche Laien, die im kirchlichen Auftrag liturgischen Feiern vorstehen, die normativen Vorgaben zur Liturgie anwenden. Es nimmt darüber hinaus in den Blick, was diese liturgischen Akteure dazu bewegt, von den liturgischen Vorgaben abzuweichen und etwaige, situationsbezogene Veränderungen vorzunehmen.

Untersuchung eines bislang unbearbeitetes Forschungsfeld

„Mit der zugesagten finanziellen Förderung des neuen Forschungsprojektes erkennt die DFG auch die bisherige Forschungsleistung auf diesem Gebiet an“, zeigte sich Stuflesser erfreut über das nun bewilligte Forschungsprojekt. Nach Meinung des Würzburger Liturgiewissenschaftlers wird mit der empirischen Erforschung der Rezeption liturgischer Konzepte ein bislang noch nicht bearbeitetes Forschungsfeld untersucht und damit ein fundamentaler Beitrag zum Verständnis der Wirkungsgeschichte der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils geleistet.

Empirischer Forschungsansatz

„Die liturgiewissenschaftliche Analyse gottesdienstlicher Vorgänge basiere bislang zumeist auf einer Untersuchung der einzelnen liturgischen Riten, wie sie in Textbüchern festgelegt sind“, erklärte Liturgiewissenschaftler Stuflesser. Demgegenüber ergänze das neue Forschungsprojekt den Methodenkanon der Liturgiewissenschaft nun auch um einen empirischen Forschungsansatz.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Bistum Würzburg.

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