Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Wenig Würzburg beim Frankentatort

Endlich war es soweit

Lange haben wir Franken darauf gewartet und nun war es endlich soweit: Der erste Franken-Tatort mit dem Titel „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ lief heute Abend in der ARD. Doch leider überfloss uns eine kleine Welle der Enttäuschung, denn Würzburg war nur an sehr kurzen Stellen zu sehen – und eigentlich kaum als Würzburg zu erkennen.

Was war das Thema?

Christian Ranstedt, Ehemann, zweifacher Vater und Professor an der Universität Erlangen wurde in seinem Auto während eines Schäferstündchens mit zwei Kopfschüssen umgebracht. Als die Polizei kurze Zeit später eintrifft, stehen beide Fahrzeugtüren offen und von der Person, die mit dem toten Ranstedt im Wagen war, ist weit und breit nichts zu sehen. Als Ranstedts Ehefrau und ihre Familie, die mit ihm zusammen in Nürnberg wohnen, von dem Tod erfahren, bricht schlagartig eine Welt zusammen. Oder wie Spurensicherungsmann Michael Schatz sagen würde: Der Mord ist „der dodale Overkill“. Der Fall war an sich ganz spannend, über die Rollenumsetzung der Schauspieler lässt sich jedoch streiten.

Hauptsächlich Nürnberg als Drehort

Natürlich haben wir Würzburger alle gehofft, unsere schöne Stadt würde umfangreich als Drehort dienen. Dies war aber leider nicht der Fall, nur sehr wenig wurde in der schönen Main-Metropole gedreht. Die Hauptdrehorte im „Daddord“ waren Erlangen und zum größten Teil Nürnberg. Würzburg hatte lediglich die kleine Rolle als Drehort der Gerichtsmedizin und von der Stadt selber sah man leider keinen einzigen Ausschnitt. Dafür wurde hin und wieder fleißig gefrängelt. Natürlich war das unterhaltsam den eigenen Dialekt im Fernsehen zu hören, aber leider wirkte das manchmal auch ziemlich unnatürlich.

Reaktionen

Die Meinungen über den fränkischen Tatort gehen weit auseinander. Während die Einen hochbegeistert „subba“ oder “ I findn ned schlecht“ meinen, ist der Großteil der Kommentare zu unserem Live-Posting eher negativ. „Den Frankndadord braucht ke mensch“, „Eweng trist und öd des ganze“ oder „Wird a weng viel gschrien“ wird geschrieben. Auch der fränkische Dialekt kommt nicht so gut an wie erwartet. Aber wie das eben so ist: Wir Würzburger und Franken bewerten Dinge ja  generell nicht so gut. Verwunderlicher Weise scheint das restliche Deutschland nämlich begeistert zu sein vom Franken-Tatort. Viele Twitter-User twittern derzeit sehr positive Meinungen. Einer schreibt zum Beispiel: „Die Franken haben…jetzt aber mal richtig gezeigt wie #Tatort geht“.

Mehr zum Frankentatort findet Ihr übrigens: hier.

Krimis in Franken

Für alle, die über kriminelle Vorfälle in Franken auf dem Laufenden gehalten möchten: Auf unserer Facebook-Seite Blaulicht Würzburg, Blaulicht Schweinfurt und Blaulicht Aschaffenburg findet Ihr alles Aktuelle.

 

 

 

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