Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Stadtreiniger mit europäischem „CSR-Gütesiegel“ ausgezeichnet

Strategie für systematisches Engagement in der Gesellschaft

Die Stadtreiniger sind mit dem „CSR-Gütezeichen“ (Corporate Social Responsibility) des CEEP (European Centre of Enterprises with Public Participation and of Enterprises of General economic Interest) ausgezeichnet worden. Das Team hatte sich um diese Auszeichnung beworben, um eine Strategie für systematisches Engagement ihres Betriebes in der Gesellschaft zu entwickeln.

Umwelt und Bildung

Die thematischen Schwerpunkte der im Projekt erarbeiteten Strategie der Stadtreiniger liegen in den Bereichen Umwelt und Bildung. „Darauf haben wir uns festgelegt, weil wir durch die langjährige Arbeit unserer Umweltstation viel Erfahrung gesammelt haben und der nächsten Generation wichtiges Wissen mitgeben können“, erklärt Umwelt- und Kommunalreferent der Stadt Würzburg und Werkleiter der Stadtreiniger Wolfgang Kleiner. Ergänzend soll das Konzept nachhaltiger Beschaffung weiter ausgebaut werden, mit dessen Umsetzung der Betrieb mit dem Wechsel von konventioneller zu Fair Wear Arbeitskleidung im Jahr 2014 begonnen hat.

Best practice Beispiele für soziales Engagement

Um die Auszeichnung erhalten zu können, mussten drei best practice Beispiele für soziales Engagement dargestellt werden. Für die Stadtreiniger waren das die Umwelterlebniswoche der Umweltstation, das Puppenspiel „Müll mich nicht zu“ und die Beschaffung von Fair Wear Arbeitskleidung. Die Umwelterlebniswoche unter dem Motto „Umwelt aktiv erleben“ gewährt Kindern und Jugendlichen an rund 30 Ständen auf unterhaltsame Art und Weise Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche nachhaltiger Entwicklung.

Das Puppenspiel bietet die Möglichkeit wichtige Themen wie Abfallvermeidung, Mülltrennung und Umweltschutz zielgruppengerecht und ohne moralischen Zeigefinger zu vermitteln. Zudem tragen die Beschäftigten der Stadtreiniger seit 2014 Fair Wear Arbeitskleidung.

Fair Wair Foundation

Textilunternehmen der Fair Wear Foundation, müssen sich verpflichten, ihre Geschäftspraktiken so anzupassen, dass bessere Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette umgesetzt werden. Die Anforderungen der Sozialstandards richten sich nach den Kernarbeitsnormen der ILO (International Labour Organization). Dazu gehört, dass Zwangsarbeit ausgeschlossen wird, keine Kinder unter 15 Jahren beschäftigt werden, die Arbeiter Versammlungsfreiheit genießen, Mindestlöhne bezahlt werden sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.

Motiviert für weiteres Engagement

Weitere mit dem CSR-Gütesiegel ausgezeichnete Unternehmen waren die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die Berliner Verkehrsbetriebe und die Entsorgung Dortmund. Der Betriebsleiter der Würzburger Stadtreiniger, Christian Strohalm, und der Umweltmanagementbeauftragte der Stadtreiniger, Frank Stumpf, nahmen das Gütesiegel von Filippo Brandolini von der CEEP Italien entgegen. Christian Strohalm freute sich, „dass unsere Anstrengungen für die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung durch die Auszeichnung des CEEP honoriert wurden. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motiviert uns für weiteres Engagement.“

Das CEEP ist einer der drei Sozialpartner von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern auf europäischer Ebene, die von der Europäischen Kommission anerkannt werden. Die Bewerber mussten ihr gesellschaftliches Engagement anhand von umfangreichen Dokumenten belegen. Gefördert wurde das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg

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