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Dialekt-Forscher freuen sich auf „Daddord“

Erster „Franken-Tatort“ in der ARD

Am kommenden Sonntag, 12. April, läuft der erste „Franken-Tatort“ in der ARD. Oder genauer: „Daddord“, wie man in Franken sagt. Monika Fritz-Scheuplein vom Unterfränkischen Dialektinstitut freut sich, dass die regionalen Besonderheiten der Sprache dadurch einmal in den Vordergrund rücken. „Ich glaube, dass der Tatort aus Franken wohl recht hohe Einschaltquoten in der Region erzielen wird. Ich bin auch neugierig, wie fränkisch der Tatort denn sein wird“, sagt die Dialekt-Expertin. „Vor allem nach dem Debakel mit dem kürzlich ausgestrahlten Mehrteiler ‚Tannbach‘, in dem fälschlicherweise bayerischer statt fränkischer Dialekt zu hören war“, ergänzt die Germanistin Fritz-Scheuplein.

Fränkisch ist nicht gleich Fränkisch

Wenn die „Tannbach“-Protagonisten Liesbeth und Friedrich in den westlichen Teil des Örtchens Tannbachs kamen, hörten sie die Menschen dort einen oberbayerischen Dialekt sprechen. Doch sie befanden sich in Oberfranken, es hätte Fränkisch sein müssen.

Aber auch Fränkisch ist nicht gleich Fränkisch. „Die ostfränkischen Mundarten gliedern sich in drei große Sprachräume: in das Oberostfränkische, das vor allem in Ober- und Mittelfranken verbreitet ist, in das Unterostfränkische, dessen Verbreitungsgebiet hauptsächlich in Unterfranken liegt, und in das Südostfränkische, das im Westen Mittelfrankens, im Rothenburg-Feuchtwanger Raum, zu finden ist“, sagt die Dialekt-Forscherin.

Waschechte Franken in den Nebenrollen

Während das Ermittlerduo Paula Ringelhahn und Felix Voss von der Berlinerin Dagmar Manzel und dem Hamburger Fabian Hinrichs gespielt wird, sind die wiederkehrenden Nebenrollen mit waschechten Franken besetzt: Matthias Egersdörfer (als Leiter der Spurensicherung), Eli Wasserscheid und Andreas Schadt (Kommissare) kommen aus Nürnberg, Bamberg und Hof. „Wir freuen uns sehr, dass die beiden Hauptdarsteller von so wunderbaren fränkischen Kollegen begleitet werden“, sagt BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz. „Damit hören wir wahrscheinlich Varianten des Oberostfränkischen“, sagt Fritz-Scheuplein.

Dialekt als wesentliche Rolle im „Franken-Tatort“

Generell glaubt Fritz-Scheuplein, dass der Dialekt eine wesentliche Rolle im „Franken-Tatort“ spielen wird: „Das kann man auch an dem großen Erfolg der Heimatkrimireihe im BR sehen, wo der regionale Dialekt doch eine sehr große Rolle spielte und mit Sicherheit eine identitätsstiftende Funktion hatte.“

12. April, 20.15 Uhr in der ARD „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ aus der Reihe „Tatort“.

Alles rund ums Thema Franken-Tatort findet Ihr hier.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung Universität Würzburg.

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