Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Dienstjubiläum OB Schuchardt: SPD-Stadtratsfraktion zieht Bilanz

Durchwachsene Bilanz

Nach einem Jahr im Amt von Christian Schuchardt als Oberbürgermeister  (OB) zieht die SPD-Stadtratsfraktion eine durchwachsene Bilanz. „Bislang sind wir bei den großen Projekten noch keinen Schritt weiter“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Alexander Kolbow. Beim Nautiland, der Theatersanierung, der Straßenbahn ins Hubland und dem Mozart-Areal können laut SPD keine nennenswerten Erfolge vorgewiesen werden.

Keine eindeutige Positionierung

Am Mozart-Areal drücke sich der OB noch immer um eine eindeutige Positionierung, wie die SPD-Stadtratsfraktion in einer Pressemitteilung vermeldet. Im Wahlkampf schwenke er auf den Teilerhalt der ehemaligen Mozart-Schule um, wovon inzwischen nichts mehr zu hören sei.

Stattdessen wolle er die Bürgerinnen und Bürger befragen, was seine Fraktion jedoch als höchst fragwürdig befindet. Für keine der Varianten lägen konkrete Pläne vor. So wolle der OB mit attraktiven Versprechungen einen Erfolg gegen die Bürgerinitiative erzielen, wobei Details weiter unbekannt blieben.

Erweiterung und Sanierung Congress-Centrum

Das Congress-Centrum, das in den nächsten Wochen nach der Erweiterung und Sanierung wieder eröffnet wird, stelle der OB als seinen Erfolg dar. Dies sei laut der Pressemitteilung der SPD insofern unrichtig, als die wesentlichen Entscheidungen noch in die Amtszeit seines Vorgängers Georg Rosenthal fallen. Für die Umsetzung sei der städtische Eigenbetrieb CTW verantwortlich.

Nautiland-Sanierung deutlich teurer

Die Nautiland-Sanierung werde unter dem ehemaligen Stadtkämmerer ebenfalls deutlich teurer. Umsetzungsreife Planungen aus der Bäder GmbH seien nach dem Amtsantritt durch den Stadtrat und mit wesentlicher Unterstützung durch Christian Schuchardt zurück an den Aufsichtsrat verwiesen worden. Ein Zeitverzug von einem Jahr sei jedoch schon das Ergebnis.

Ergebnisse lassen auf sich warten

Für die Sanierung des Mainfranken Theaters habe der OB eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Auch hier ließen die Ergebnisse nach einem Jahr noch auf sich warten. Die SPD-Stadtratsfraktion hält es immer noch für unrealistisch, dass eine Sanierung im Bestand bei laufendem Spielbetrieb in einem angebauten Vorbau möglich sein soll. Noch dazu stehe der geplante Kopfbau im architektonischen und städtebaulichen Widerspruch zu der geplanten 5-geschossigen Bebauung des Kardinal-Faulhaber- Platzes.

Straßenbahn-Linie 6: „Ein Armutszeugnis“

Der Neubau der Straßenbahn-Linie 6 zur Universität und zum neuen Stadtteil Hubland war im letzten Jahr für Schuchardt kein Thema. Schuchardt habe die Straßenbahn- Linie unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. Dabei vergesse er, dass die Straßenbahn- Linie wesentlichen Einfluss auf die gesetzten Klimaschutz-Ziele und die Feinstaubreduktion der Stadt Würzburg und die Stadtentwicklung des neuen Stadteils Hubland habe. „Verkehrspolitisch, umweltpolitisch und im Hinblick auf die Stadtentwicklung ein Armutszeugnis“, erklärt Kolbow.

Starker Einsatz in der Flüchtlingspolitik

Positiv bewertet die SPD-Stadtratsfraktion Schuchardts Einsatz in der Flüchtlingspolitik und seine Äußerungen gegen rechtsextreme Gruppen in Würzburg. „Der Oberbürgermeister hat sich vorbildlich um die Notunterkünfte für Asylbewerber gekümmert“, urteilt Alexander Kolbow. „In seinen Äußerungen zu den PEGIDA- Anhängern und zum NPD-Aufmarsch am 16. März distanzierte er sich klar gegen jeglichen Rechtsextremismus“ resümiert der Fraktionsvorsitzende.

Diese Meldung beruht auf einer Pressemitteilung der SPD Würzburg. 

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