Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Discofieber 2015: Die etwas andere Aktion zur Verkehrssicherheit

Risiken im Straßenverkehr

Mobilität hat für junge Menschen einen hohen Stellenwert, vor allem in der Freizeit. An Wochenenden ist man häufig nachts mit dem Auto unterwegs zwischen Verabredungen, Partys, Diskotheken. Je fortgeschrittener der Abend, um so größer werden die Risiken im Straßenverkehr, ausgelöst durch Selbstüberschätzung, Gruppendynamik, durch hohe Geschwindigkeiten, Alkohol, Übermüdung und anderes. Fast die Hälfte aller Verkehrsunfälle von Fahrerinnen und Fahrern der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre ereignet sich an Wochenenden, in der Nacht oder den frühen Morgenstunden; „Disco-Unfälle“ nennt sie die Polizei.

Die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen in Bayerns ums Leben kamen, erreichte 2013 den zweitniedrigsten Stand seit Wiederaufnahme der Statistik im Jahr 1953. Die rückläufigen Zahlen sind neben erheblichen technischen Verbesserungen unter anderem den zahlreichen Aktionen zur Verkehrssicherheit zu verdanken. Noch immer aber sind junge Fahrer eine besonders gefährdete Gruppe. Während der Anteil der 18 bis 24-Jährigen an der Gesamtbevölkerung ca. 8% beträgt, macht ihr Anteil bei Verkehrsunfällen etwa 20% aus.

Im Jahr 2014 kamen 97 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren auf Bayerns Straßen ums Leben. Glücklicherweise hat sich damit der Trend der Vorjahre fortgesetzt. Dennoch bleibt viel zu tun: Jeder Getötete, jeder Verletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel.

Was ist Disco-Fieber?

Die Aktion Disco-Fieber setzt sich ein für mehr Sicherheit von jungen Menschen im Straßenverkehr. Was im Jahr 2000 in Schrobenhausen als Bürgerinitiative nach mehreren tragischen Disco-Unfälle begann, ist heute unter Leitung des Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung eine bayernweite Aktion.

Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren, insbesondere die meist 18-jährigen Fahranfänger, aber auch auf jugendliche Bei- und Mitfahrer/innen, die einen großen Einfluss auf den Fahrer ausüben können.

So fand die Aktion in der vergangenen Woche auch an der Mittelschule in Marktheidenfeld statt. Eindrucksvoll bekamen die Schüler einen Einblick in die Arbeit der Hilfsorganisationen. Auch berichtete Bernhard Ness (stellv. Kommandant unserer Wehr), über vergangene schwere Einsätze im letzten Jahr. Danach gab es noch eine praktische Vorführung im Hof der Schule. Simuliert wurde ein Verkehrsunfall mit eingelemmten Personen. Hier danken wir allen Ehrenamtlichen die sich für den Vormittag Zei genommen haben um dies zu demonstrieren.

Artikel, Video & Fotos: Feuerwehr Stadt Marktheidenfeld

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